5 einfache Tipps um weniger Lebensmittel wegzuwerfen

Wir alle essen, fast alle zumindest. Damit haben wir etwas gefunden, was alle Menschen miteinander vereint. Theoretisch müssen wir essen um uns gesund und munter zu fühlen. Und weil essen eine so tolle Sache ist, finden wir es ganz schrecklich, wie viele Lebensmittel verschwendet werden. Es gibt zwar einige Initiativen und Organisationen, die sich dagegen aussprechen und aktiv dabei sind, daran zu arbeiten, dass es in Zukunft anders läuft, aber trotzdem ist das Bewusstsein dafür noch nicht überall angekommen. Selbst wir kaufen manchmal immer noch zu viel ein und müssen ab und zu etwas wegwerfen.

Ein ganzes Drittel der jährlich produzierten Lebensmittel auf der ganzen Welt landen im Müll. Laut der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft kostet das die Weltwirtschaft 570 Milliarden Euro pro Jahr. Geld das woanders gebraucht wird. In Deutschland haben die Bauern und Lebensmittelhersteller die ersten 122 Tage des Jahres umsonst gearbeitet, ungefähr so viel wandert bei uns jedes Jahr in der Tonne. Ebenfalls ein Drittel beträgt die Landmasse unseres Planeten, auf der die Nahrungsmittel angebaut werden, welche auf dem Müll landen. Lange Zeit hat man dieses Thema gemieden, oder ist gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass Lebensmittelverschwendung schlecht sein könnte. Bis jemand kam und die Ursachen der Lebensmittelverschwendung genau durchleuchtet hat und schlussendlich auch einen Film darüber gedreht hat. „Taste the Waste“ ist ein aufrüttelnder Film, den wir alle gesehen haben sollten. Seit dem Film und der darauffolgenden Studien hat sich einiges getan. Es gibt Menschen die containern gehen, also Müll aus den Supermarkttonnen retten und auch Märkte oder Bäckereien die bald ablaufende Lebensmittel spenden bzw. am Abend die Brötchen weitergeben. Lebensmittel deren MHD bald zu Ende geht, werden günstiger verkauft und in vielen Bio- oder auch Supermärkten, gibt es eine Ecke mit Lebensmitteln, die eigentlich im Müll landen würden.

Die Umweltbelastung ist enorm. Um Nahrungsmittel herzustellen, braucht es vor allem Wasser und Energie, wovon ein ganzes Drittel umsonst verbraucht wird. Wasser das woanders dringend nötig wäre, Energie die eingespart werden könnte um so die Umweltverschmutzung zu verringern. Weltweit bringt es die Umweltverschmutzung, die jährlich durch den Nahrungsmittelanbau entsteht auf Platz 3. Nur China und die USA produzieren mehr vom klimaschädlichen Treibhausgas.

Vieles verdirbt, bevor es überhaupt bei uns ankommt, oder wird aussortiert, weil es nicht schön genug ist. Gerade ärmere Länder haben damit zu kämpfen, wenn sie nicht auf GVO oder Monsanto setzen. Und genau diese Länder hätten das, was zu viel produziert wurde, sehr nötig um überhaupt einen Lebensstandard zu haben zu können.

5 einfache Tipps für den Alltag

Schnell hat man den Einkaufswagen voll und muss nach spätestens ein paar Tagen feststellen, dass man das ein oder andere zu viel eingekauft hat. Wir haben hier 5 Tipps zusammengestellt, die uns helfen, weniger wegzuwerfen.

Der gute alte Einkaufszettel

Klingt vielleicht altbacken, aber es hilft wirklich. Und wenn wir dabei bleiben und uns nicht von all den Versuchungen in die Irre führen lassen, führt das unweigerlich zu weniger Müll. Nicht nur in puncto Lebensmittel. Verschaffe dir einen Überblick über all deine Vorräte und richte dich danach. Was muss als nächstes weg? Apps wie „Zu gut für die Tonne“ sind bei der Resteverwertung äußerst hilfreich.

Lebensmittel richtig lagern

Die meisten Lebensmittel lagern wir falsch. Alles hängt davon ab, wo und wie wir was lagern. Kleine Dinge wie den Kühlschrank nach alt und neu zu sortieren, oder zu wissen, was überhaupt in den Kühlschrank gehört, machen viel aus. Hier und hier bekommt man tolle Tipps und Hinweise, wie man die verschiedenen Lebensmittel lagern sollte.

Abgelaufene Lebensmittel

Abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Indikator dafür, ob das entsprechende Produkt noch genießbar ist oder nicht. Mann muss ein MHD angeben und da gehen die Hersteller lieber auf Nummer sicher. Besser vorher prüfen, ob es denn nicht doch noch essbar ist.

Lebensmittel retten

Was wir nicht brauchen müssen wir nicht unbedingt wegwerfen. Wie oben bereits erwähnt kann man aus unliebsamen Resten dank der App „Zu gut für die Tonne“, Reste super verwerten. Und wenn wir diverse Lebensmittel doch nicht brauchen, sie drohen zu verderben, oder das MHD bald abläuft oder vielleicht schon abgelaufen ist, kann man sie immer noch auf foodsharing.de anbieten. Das kostet uns nur ein paar Klicks, die Lebensmittel werden verwertet und wir machen anderen eine Freude 🙂

Essen im Restaurant

Wenn wir auswärts essen entsteht einiges an „Lebensmittelmüll“. Vor allem wenn die Augen größer sind als der Hunger selbst, bestellen wir gerne einmal viel zu viel, was am Ende in der Tonne landet. Einfach kleinere Portionen bestellen oder nachfragen, ob man nicht auch nur die Hälfte bekommen kann. Restaurants sind da sehr flexibel – sie wollen ihre Kunden schließlich behalten. Für kleine Kinder kann man einen Extra-Teller bestellen, sodass sie bei uns mitessen können. Die wenigsten Kinder essen immer alles auf. Wer es ganz genau nehmen möchte kann auch ein Lokal besuchen, das nur mit Resten arbeitet, wie das Restaurant vom „restlos glücklich e.V.“. Auf jeden Fall eine tolle Sache gegen die Lebensmittelverschwendung.

Habt ihr noch Ideen und Tipps wie man weniger Lebensmittel wegwerfen muss? Lasst es uns doch wissen 🙂

Eure Ökofamilie

 

Quelle: dw.com 

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