Barfußlaufen – Back to Nature

Die Natur hat uns mit 2 im Regelfall gesunden Füßen ausgestattet, die keine Schuhe nötig haben. Perfektes Design, perfekt ausgestattet um auf der Erde zu gehen. Barfuß laufen beugt Fehlstellungen vor und fördert bei Kindern die gesunde Entwicklung der Füße. Viel zu früh stecken wir die winzig kleinen Babyfüße in viel zu steife Schuhe. So wird schon von Anfang an der Grundstein für Fehlbildungen gelegt. Natürlich können wir in unseren Breitengraden nicht das ganze Jahr über barfuß laufen, aber in den Sommermonaten durchaus sehr häufig.

barfuß ohne schuhe
Barfußlaufen trainiert die Muskeln

Für eine gesunde Entwicklung ist es nötig, den Fuß nicht zu sehr einzuengen und die Kinder oft barfuß laufen zu lassen. Bereits zu enge Socken können die Entwicklung behindern und zu Fehlstellungen führen. Beim Barfußlaufen auf verschiedenen, ständig wechselnden Untergründen werden verschiedene Fußmuskeln trainiert, was unerlässlich für einen gesunden Fuß und Körper ist. Ohne dieses Training kann es zu Senk-, Spreiz- und Plattfüßen kommen, da die untrainierten Längs-, und Quergewölbe am Fuß absinken können und die Fußmuskulatur so verkümmert.

Barfußlaufen verbessert die Gesundheit

Beim Barfußlaufen spielen unsere Füße mit der Wirbelsäule zusammen und verbinden sich zu einer Einheit. Die Fußreflexzonen (Nervenenden welche mit unseren Körperorganen verbunden sind) werden beim Barfußlaufen stimuliert, was wiederum die Körperwärme steigen lässt, die Durchblutung fördert und das Immunsystem stärkt. Dabei spielt die Zehenbeweglichkeit eine große Rolle. Solange diese nicht gegeben ist, weil wir unsere Füße in Schuhe zwängen, können sich der Fuß und die Wirbelsäule nicht optimal miteinander verbinden und es kommt wieder zu Störungen. Kinder, welche öfter barfuß laufen haben eine verbesserte Körperkoordination, was sich positiv auf die motorischen Fähigkeiten auswirkt. Während wir barfuß laufen, achten wir gezielt auf den Untergrund auf dem wir gehen und verlagern unser Gewicht so, dass alle Stöße ausgeglichen werden können. Das kommt unseren Bandscheiben zugute, die so vor Abnutzung oder Verformung geschützt sind.

Sinneswahrnehmungen über die Füße

Unsere Fußunterseite ist äußerst empfindlich und beherbergt einige Rezeptoren. Diese vermitteln unserem Gehirn über das Nervensystem Informationen, z. B. über die Beschaffenheit des Untergrundes auf dem wir gehen oder auch die Temperatur und die Neigung. So lernen wir unsere Bewegungen zu koordinieren und unser Gleichgewichtssystem entwickelt sich. Das ist eine Art der Selbstwahrnehmung und somit essentiell für unsere Entwicklung. Unsere Füße sind quasi die wichtigste Informationsquelle für unseren Körper, nur durch diese Informationen ist es überhaupt möglich eine Haltung anzunehmen und die Bewegungen zu kontrollieren. Beim Barfußlaufen fühlen wir uns freier und unbeschwerter, es entspannt ungemein und ist ein echter Ausgleich zu unserem Alltag, bei dem wir hauptsächlich unseren Kopf benutzen. Stress wird abgebaut, da wir uns ganz bewusst auf unsere Sinne konzentrieren müssen und alles andere in den Hintergrund rückt.

Wie wir heute damit umgehen

Über Jahrhunderte lang liefen wir über unebenen, mal harten, mal weichen Untergrund und unsere Füße sorgten dafür, dass unser Körper die nötigen Informationen bekommt um alles ausbalancieren zu können. So sorgten sie ebenfalls dafür, dass sich unsere Muskulatur im gesamten Körper optimal entwickelt, damit unser Körper so funktionieren kann wie er es auch soll. Jetzt stecken wir unsere Füße in Schuhe, welche die Füße einengen und zusätzlich bewegen wir uns hauptsächlich nur noch auf festem geradem Untergrund. Die Reize, die eigentlich vom Fuß ausgehen müssten sind so enorm reduziert und verkümmern, da die Stimulation gar nicht mehr stattfindet bzw nur in geringem Maße. Das ist so weit von dem entfernt, was unsere Füße und somit unser Körper braucht, dass es zu Störungen im gesamten Bewegungsapparat kommt. Rückenprobleme sind mittlerweile zur Volkskrankheit geworden.

Wir alle wissen, dass Barfußlaufen gesund ist. Die beste Medizin gegen Rückenprobleme und Fußfehlstellungen, nur leider viel zu sehr in Vergessenheit geraten! Jetzt, wo der Frühling naht, können wir unseren Füßen wieder mehr Freiraum lassen und öfter barfuß gehen. Weg mit den Schuhen, raus in die Natur :)

Einen schönen Tag euch allen!

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Comments

Kommentare

6 Kommentare

  1. Ein super Artikel! Ich habe den gleichen Tipp letztens von einer Krankengymnastin für mein Baby bekommen, das nun seit einer Woche barfuß durch die Gegend robbt und sich damit sichtlich wohler fühlt!
    Habe euch gleich mal im dazugehörigen Post auf meinem Blog verlinkt 🙂

    Liebe Grüße
    Steffi

    • Ja super! Dankeschön <3 Meine Mäuse fühlen sich auch viel wohler ohne Socken an den Füßen - man glaubt es kaum, dass Socken so sehr einengen können, aber aus eigener Erfahrung kann ich doch sagen, dass es tatsächlich so ist.
      Liebe Grüße!

  2. Pingback: Barfußschuhe im Test - Erwachsene und Kinder - Ökofamilie

  3. Hallo Nadine!
    Ich würde meine Tochter (bisher krabbelt sie und zieht sich hoch) auch gerne mehr Barfuß spielen lassen, allerdings hat sie immer wahnsinnig kalte Füße 🙂 hast du da einen Tipp? Evtl Stulpen stricken wo der Fuß frei ist?
    Liebe Grüße! :))

    • Hallo liebe Judith,

      die Füße sollten in der Tat immer eher warm sein. Stulpen sind eine gute Idee. Kennst du die Stulpen, bei denen die Ferse und die Zehen frei sind? Das wäre eventuell sinnvoll, um den Fuß ein wenig zu wärmen. Kalte Füße gehen gar nicht 🙂 Sowas haben wir gerne benutzt, da die Zehen doch frei sein sollten, gerade in der ersten Zeit, damit sich der Fuß nicht zu sehr verformt. Leider sind die meisten Socken so geschnitten, dass sie die kleinen Babyfüße viel zu sehr einengen.

      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  4. Pingback: Wildling Shoes ❤️ Barfußschuhe für Kinder | vegane Minimalschuhe

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