Exotische Superfoods ? – es gibt heimische Alternativen!

Exotische Superfoods ? – Es gibt heimische Alternativen! Sie sind absolut im Trend. Jeder will mal, jeder mag sie und toll sind sie sowieso – diese Superfoods. Wir selbst lieben sie ebenfalls, keine Frage. Lecker sind die Superfoods und wenn sie dann auch noch so nützlich für den Körper sind ist die Sache perfekt. Sie heißen Superfoods, weil sie im Gegensatz zu manch anderen Nahrungsmitteln eine hohe Dichte an Vitamin- und Nährstoffgehalt aufweisen, sich positiv auf die Gesundheit auswirken und sogar Krankheiten heilen können.

Letztes Wochenende waren wir auf der Rohvolution in Berlin. Eine ganz wunderbare Rohkost-Messe mit vielen netten Menschen und vielen leckeren Superfoods. Es gab viel zum Probieren und wir haben einiges an Neuheiten entdeckt. Es hat uns wirklich sehr gut gefallen! Und jetzt kommt doch das aber 😉

Brauchen wir Superfoods wirklich ?

Superfoods

Wenn uns unsere Gesundheit am Herzen liegt, ist es nicht verkehrt regelmäßig Superfoods zu konsumieren. Die Frage lautet eher: Brauchen wir exotische Superfoods aus fernen Ländern, von denen wir nicht genau wissen wo sie herkommen, ob jemand unter der Produktion/Ernte gelitten hat, wie sie bei der Einfuhr behandelt wurden oder welchen Nutzen sie noch haben, wenn sie bereits einige Tage oder Wochen alt sind? Und dann sind da noch die langen Transportwege.

Superfoods aus dem Supermarkt

Sie sind zunehmend auch in konventionellen Supermärkten zu finden, was bedeutet, dass wir sie nun massenweise einführen und anscheinend auch massenweise verkaufen. Das Geschäft damit ist vielversprechend, was die Sache auf eine neue Ebene anhebt. Wer will nicht schön, gesund und schlank sein? So stellt sich nun die Frage, ob diese Produkte auch wirklich das liefern, was sie versprechen. Oft finden wir sie hier nur in getrockneter Form, wie z.B. Goji Beeren. Wenn sie nicht sonnengetrocknet wurden, oder „roh“, also bei Temperaturen bis maximal 42°C , wie viele Nährstoffe sind dann noch enthalten? Und mit was werden sie bei diesem Prozess sonst noch so behandelt? Und wenn wir sie in solch großen Mengen kaufen, woher nimmt man diese? Superfoods sind ja schließlich mittlerweile überall auf der Welt erhältlich, aber oft finden wir auf den Verpackungen Hinweise wie „aus Wildsammlung“ oder „aus biologischem Anbau“ – wie kann das sein, wo gibt es so große Gebiete in denen ständig für die ganze Welt wilde oder Bio-Superfoods gesammelt/angebaut werden können? Irgendwas scheint uns da sehr suspekt.

Was ist mit einheimischen Superfoods?

Auch hier in Deutschland bzw in Europa wachsen viele tolle Superfoods. Wir erkennen sie einfach nicht an, weil wir zu wenig darüber wissen und das Meiste für Unkraut halten. Für sie wird nicht geworben und man kann keinen besonders großen Gewinn erzielen, man findet sie ja schließlich überall ganz für umsonst. Es gibt so viel zu sammeln und pflücken, ganz kostenlos, regional, frisch und somit absolut bioverfügbar und umweltverträglich. Besser geht’s nicht. Warum also geben wir unser Geld für überteuerte Produkte aus Asien oder Südamerika aus? Der Preis ist bestimmt irgendwo gerechtfertigt, das will ich hier nicht bestreiten, nur erschließt sich mir der Sinn nicht ganz. Mittlerweile werden sie in Massen verkauft, immer mehr Menschen springen mit auf den Zug und preisen die Superfoods hoch in den Himmel. Wir kaufen sie auch, aber in Maßen. Ab und zu etwas anderes, vor allem im Winter, tut sehr gut und bringt Abwechslung mit auf den Tisch. Aber bei dem ganzen Hype drum herum, vergessen wir nur zu leicht, dass wir hier ebenso tolle Superfoods finden können. Man möchte meinen, nur wenn man bestimmte Beeren oder Wurzeln in seinen Speiseplan mit einbaut kann man sich gesund ernähren.  Ein teurer Spaß und für manche schlichtweg nicht machbar.

Bärlauch im Wald, Superfoods

Wir haben hier Wildkräuter wie die Brennnessel, den Löwenzahn, Bärlauch, Vogelmiere und Giersch. Bei uns wachsen viele Beeren, wie Himbeeren, Holunderbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren oder auch Johannisbeeren. Wir können hier Haselnüsse und Esskastanien sammeln um nur wenige heimische Pflanzen zu nennen, welche ebenso vollgepackt mit Vitalstoffen sind wie ihre Verwandten aus Asien und Co. Wenn wir uns ein wenig mit unserer heimischen Pflanzenwelt auseinandersetzten, werden wir schnell bemerken, dass wir auch hier gesund durch’s Jahr kommen können. So manches Kraut kann auch im Winter gesammelt werden. Und noch einmal: Man kann es kostenlos sammeln bzw. pflücken!

Wir haben hier aber auch viele kultivierte heimische Superfoods. Da wären Brokkoli (besonders die Sprossen), Karotten, Grünkohl (getrocknet lecker als gesunde Alternative zu Chips), Kürbis, rote Beete und viele weitere Gemüsesorten. Aber auch Obstsorten, allen voran natürlich der Apfel. „An apple a day keeps the doctor away“! 😉 Birnen, Pflaumen, Trauben, Erdbeeren, die Liste lässt sich beliebig lang erweitern. Und man kann mancherorts auch oben aufgeführte Früchte ganz kostenlos pflücken 😉 Wer einen Biobauern in der Nähe hat kann dort ebenfalls alles an heimischen Obst – und Gemüsesorten erwerben. Oft günstiger als im Bioladen.

Auf der Seite mundraub.org gibt es eine Karte, auf der Orte verzeichnet sind, an denen man ganz legal kostenlos Obst, Gemüse und Kräuter pflücken kann!

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Comments

Kommentare

3 Kommentare

  1. hallo. warum gibt es keine solchen karten in luxemburg?

  2. Vielen Dank für diesen spannenden Artikel. 🙂
    Hach…ich freu mich schon richtig auf die gerade beginnende Wildkräutersaison. 🙂
    Liebe Grüße von Meike

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