Fehler beim Familien Wohnmobil Kauf vermeiden 🚐 Tipps ✅

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Ein Familien Wohnmobil kaufen

Sobald man sich dazu entschlossen hat, sich ein Familien Wohnmobil anzuschaffen, drängen sich unzählige Fragen in den Kopf. Wo fängt man an? Auf was muss man achten und was welches Mobil soll es sein? Was passt zu uns und welche Anforderungen und Bedürfnisse müssen erfüllt werden?

Ein Wohnmobilkauf ist nicht immer einfach, vor allem als Anfänger macht man oft grobe Fehler – so bei uns geschehen 😉 Damit ihr nicht dieselben Fehler macht, haben wir einmal alles zusammengetragen, was uns in den letzten Monaten aufgefallen ist.

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Das perfekte Familien Wohnmobil finden

Bevor ihr euch entscheidet, welches Mobil es denn sein soll, müsst ihr überlegen, was ihr auf Reisen braucht. Wie lange wollt ihr unterwegs sein? Wollt ihr vielleicht sogar alles über Bord werfen und das Wohnmobil soll als Hauptwohnsitz dienen? Wo soll es hingehen? Warm oder kalt? Eine große Tour oder ein Ferienmobil? Wollt ihr es euch auch einmal richtig gemütlich machen oder reicht euch eine spartanische Ausstattung? All diese Fragen müssen vor dem Kauf geklärt werden. Hier haben wir euch ein paar Fragen aufgelistet, die euch helfen können, das perfekte Familienmobil zu finden:

  1. Die Platzfrage. Wie viel Platz brauchen wir? Ist es uns wichtig, dass jeder genug Raum für sich hat, oder sind wir für gewöhnlich den ganzen Tag im Freien und nutzen das Mobil nur zum Schlafen? Wie beschäftigen wir uns in diesem Fall, wenn es doch einmal regnet und das Mobil nicht genügend Platz hergibt? (kleiner Tipp: auch wenn es regnet ab nach draußen! So entfällt das heizen, Gas wird eingespart, die Kinder sind am Abend ausgelastet und außerdem macht Matsch glücklich). Wir haben auf unserer bisherigen Reise Familien getroffen, die z. T. zu viert in einem Pkw leben – ohne Zelt! Prinzipiell ist alles möglich, wenn wir unseren Kopf ein wenig frei machen.
  2. Essen und trinken. Reichen euch 2 Kochplatten und ein paar Töpfe aus? Esst ihr mehr frisch und die Küche hat einen geringen Stellenwert oder kocht ihr gerne auch einmal ein mehrgängiges Menü? Muss es die perfekte Küche sein mit allen Utensilien, wie man sie von zu Hause kennt, oder reicht eine Grundausstattung? (wenn doch etwas fehlt, kann man sich unterwegs locker eindecken!) Wasser verbraucht gerade im Sommer enorm viel Platz im Wohnmobil, wenn man für die ganze Familie genügend Vorrat dabei haben möchte. Der Einbau eines Wasserfilters kann hier Abhilfe schaffen.
  3. Hygiene. Mir persönlich war es sehr wichtig, dass wir in unserem Familien Wohnmobil voll ausgestattetes Bad mit an Bord haben. Gerade mit wilden Kindern, die gerne im Dreck wühlen ein absolutes Plus! Hier muss man überlegen, ob die sanitären Anlagen unterwegs genügen, man eher frei steht oder nur auf Campingplätzen. Ist man nur auf Campingplätzen unterwegs, dürfte man keine Probleme bekommen (wobei mich der ständige Gang zur Toilette leicht nerven würde), doch beim Freistehen sieht es wieder ganz anders aus. Oft hat man nichts, wirklich nichts was nur im entferntesten an eine sanitäre Anlage erinnert in der Nähe. Man kann natürlich auch ein kleines Porta Potti mitnehmen und sich an der Küchenspüle waschen. Für die Kinder könnte man eine Waschwanne mitnehmen, die man gleichzeitig auch zum Wäsche waschen nutzen kann.
  4. Schlaf-und Sitzplätze. Unbedingt ist darauf zu achten, wie viele eingetragene Sitzplätze das Wohnmobil hat. Soll es längere Zeit in eurem Besitz bleiben, kommt noch die Überlegung dazu, ob vielleicht noch mehr Nachwuchs folgt. Betten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Festbetten oder Betten, die jeden Abend wieder auf und am Morgen wieder abgebaut werden müssen. Ist es mir wichtig, dass das Bett auch tagsüber zur Verfügung steht? Dann wäre ein ständiger Umbau (meist muss der Esstisch dafür nach unten geklappt werden) unvorteilhaft. Gerade wenn man mit kleinen Kindern oder Babys reist, die noch einen Mittagsschlaf machen eher suboptimal und nervtötend. Betten, die man aufbauen muss haben zusätzlich noch Ritzen zwischen den einzelnen Polstern. Unbedingt vorher ausprobieren, ob das für alle Familienmitglieder passt.
  5. Esstisch. Ist es mir wichtig, dass immer ein Tisch zur Verfügung steht? Wenn nicht, was machen wir, wenn es regnet? Auf dem Bett essen? Esse ich vielleicht lieber im Freien und reicht vielleicht auch eine einfache Decke aus? Für uns ist ein Tisch unabdingbar. Gerade zum Malen, basteln oder für andere kreative Projekte ist ein Tisch mit Kindern doch empfehlenswert. Man kann aber auch auf einen Klapptisch ausweichen, den man nach draußen stellt. Nur dann ungeeignet, wenn man freistehen möchte – hier wird Tisch und Stuhl außerhalb des Mobile nicht toleriert (außer keiner sieht euch 😉). Es gibt durchaus Mobile ohne Tisch, hier muss man einfach überlegen, wo die Prioritäten liegen.
  6. Stauraum. Eine schwierige Frage. Was wir aktuell vermissen, ist ein zusätzliches „schmutziges“ Außenfach für die Kinderspielsachen, die nur im Freien bespielt werden (bsp. Sandspielzeug). Braucht ihr eine Dachbox? Wollt ihr eure Fahrräder mitnehmen?
  7. Strom. Brauchen wir Strom? Und wie viel? Muss nur das Handy geladen und gelegentlich die Wasserpumpe betrieben werden, kann eine einfache Wohnraumbatterie (Spannungswandler nicht vergessen) ausreichen. Soll aber der Mixer betrieben, der Laptop geladen und die Musikanlage angeschmissen werden, sollte man sich Gedanken über eine Solaranlage machen, wenn man denn auch einmal freistehen möchte. Ist man nur auf Camping- und Stellplätzen unterwegs, reicht ein Stromkabel für den gewöhnlichen Anschluss.
  8. Autarkes Familienwohnmobil. Für uns ist ein autarkes Mobil unumgänglich. Man kann natürlich seine Notdurft auch im Freien verrichten, doch schön ist das nicht. Waschen kann man sich an einem See/Fluss, aber ob man immer Wasser in der Nähe hat? Gerade mit Kindern würden wir euch hier ein autarkes Familienwohnmobil ans Herz legen. Wir haben Familien kennengelernt, die tatsächlich sehr minimalistisch leben, doch diese haben auch einen völlig anderen Alltag. Von null auf hundert ist mit Kindern keine gute Idee. Habt ihr bereits Erfahrung damit, ist das natürlich etwas anderes 😊

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Familien Wohnmobiltypen

Es gibt unzählige Modelle jeden Alters! Man hat die Qual der Wahl. Klar spielt hier das Budget eine Rolle und vor allem wie viel Komfort es denn schlussendlich sein soll. Wir haben uns für ein vergleichsweise eher günstiges und auch älteres Modell entschieden. Nicht nur, weil das Budget knapp war, sondern auch, weil sich unserer Ansicht nach ein neues Mobil mit Kindern nicht lohnt. Wir haben äußerst unbändige Kinder und nicht selten geht etwas zu Bruch. Vielleicht für den ein oder anderen eine Überlegung wert. Wir müssen uns keine Sorgen um die tolle Einrichtung machen, die kann nach Lust und Laune bespielt und angemalt werden 😉

Große Familien Wohnmobile mit viel Komfort

Die meisten Familien entscheiden sich für ein Alkovenmobil (wie auch wir) oder ein Vollintegriertes Familienreisemobil. Diese sind natürlich auch entsprechend groß – Länge von ca. 7m und eine Höhe von 2,90m – 3,50m. Klar geht auch ein anderes, kleineres Modell. Doch diese beiden haben sich als typische Familienwohnmobile durchgesetzt. Wir haben ein paar Vor- und Nachteile aufgelistet, die euch beim Kauf behilflich sein können.

Die Vorteile:

  • Mindestens ein Schlafplatz ist immer aufgebaut.
  • Viel Komfort, viel Platz für alles was man von zu Hause kennt
  • Stehhöhe
  • Regentage können auch drinnen verbracht werden
  • Kinder können während der Fahrt am Tisch sitzen

Die Nachteile:

  • Man muss sich an die neuen Dimensionen gewöhnen (gerade mit Alkoven!)
  • Höhenbegrenzungen müssen beachtet werden (immer im Auge behalten)
  • Kostenintensiv
  • groß und auffällig (einen Platz zum frei stehen findet man aber trotzdem immer)

Familien Wohnmobil

Kleinbusse und Kastenwagen

Habt ihr nur ein Kind und Komfort ist nicht wichtig, muss es nicht gleich ein Alkoven oder voll integriertes Familien Wohnmobil sein. Auch kleinere Modelle können wahre Raumwunder sein, vor allem kreative selbst ausgebaute Wohnmobile.

Die Vorteile:

  • Kleineres Mobil, kann in der Stadt geparkt werden, eher unauffällig, man kommt überall hin/durch
  • geringe Unterhaltungskosten
  • kann auch als Alltagsfahrzeug dienen
  • weniger Maut- oder sonstige Gebühren

Die Nachteile:

  • Schlafplätze müssen immer wieder neu aufgebaut werden, Hochstelldach evtl. aufgestellt werden
  • spartanisches Bad, wenn überhaupt vorhanden
  • wenig Platz, winzige Küche, vieles muss ins Freie verlegt werden
  • wenig Stauraum, mieses Wohnklima (große Hitze oder klirrende Kälte)

Familien Wohnmobil kaufen

Mieten vor dem Kauf?

Hat man nun eine geeignete Variante gefunden, geht es zum Kauf. Um sich vor dem Kauf zu entscheiden, kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld ein Wohnmobil zu mieten, um überhaupt zu überprüfen, ob man ein Wohnmobil-Typ ist oder nicht. Manchen Menschen liegt es einfach nicht und gerade als Erstcamper sollt man sich absolut darüber im Klaren sein, bevor man mehrere Tausend Euro in ein Wohnmobil investiert. Manchen Familien ist das Leben bzw. der Urlaub im Wohnmobil mit zu viel Stress verbunden! Wobei das eine Sache der Einstellung ist 😉 Beachtet werden muss hier aber, dass die Wohnmobile meist sehr neuwertig sind. Willst du dir also eigentlich ein älteres Modell anschaffen, wäre das nicht empfehlenswert. Hat man einmal in einem 5* Hotel übernachtet, weiß man den Komfort sehr zu schätzen. Nicht anders schaut es bei Wohnmobilen aus.

frei stehen wohnmobil

Ein Familien Wohnmobil kaufen

Was vorher gecheckt werden muss:

Technischer Zustand – am besten nimmt man sich einen Profi an die Hand, wenn man selbst nicht über genügend technisches Verständnis verfügt. Gegen eine Gebühr und die entstehenden Anfahrtskosten kann ein Experte zurate gezogen werden. Ansonsten kann man folgende Punkte auch selbst überprüfen (bitte keine falsche Scheu zeigen, schließlich wollt ihr darin leben!).

  1. TÜV – der sollte am besten neu sein! Ebenso wie die Gasprüfung (wichtig, wenn man mit Kindern unterwegs ist). Was man wissen muss, ist dass der Innenraum hier natürlich außen vor gelassen wird. Schließlich ist der TÜV nur für die Technik und Verkehrssicherheit zuständig.
  2. Der Motorraum – auf undichte Stellen überprüfen und schauen, dass kein Öl oder sonstige Flüssigkeiten auslaufen.
  3. Roststellen ausfindig machen – Roststellen können plötzlich auftretende, unangenehme Überraschungen mit sich bringen. Daher unbedingt vor dem Kauf die gesamte Karosserie sowie den Unterboden überprüfen.
  4. Die Fahrerkabine – in welchem Zustand befinden sich die Sitze? Sind sie bequem? Funktionieren alle Blinker, Schalter, das Radio, Scheibenwischer, Rückfahrtkamera etc.?
  5. Batterien – Alter und Funktion überprüfen. Batterieanzeige sollte nicht weniger als 12,7 Volt sinken.
  6. Elektronik auf Funktion überprüfen – am besten alles vorführen lassen, oder auch selbst testen. Hat man keine ausreichenden Elektronikkenntnisse, kann man hier bei Fehlern ganz schön auf die Nasen fallen. Hierzu gehören sämtliche Lampen, die Wasserpumpe, der Kühlschrank, ggf. Spannungswandler und Solaranlage.
  7. Wassersystem testen – ein sehr wichtiger Punkt, denn die Leitungen verlaufen unsichtbar und ganz so einfach ist eine Reparatur nicht. Auch sollten das Wasser und der Tank auf eventuellen unangenehmen Geruch getestet werden, der auf schmierige ungepflegte Leitungen/Tank hinweisen kann. Auch wissen sollte man, ob ein Abwassertank vorhanden ist. Es gibt unter den älteren Modellen durchaus Mobile ohne Abwassertank!
  8. Gasanlage funktioniert? Am besten gleich alles testen. Kochplatten anwerfen, Heizung anstellen, Boiler anschalten und Kühlschrank ausprobieren. Man sollte auch, sobald man sich auf Besichtigungstermin mit dem Verkäufer geeinigt hat, nachfragen, ob eine Gasflasche zum testen vorhanden ist. Wenn nicht, eine mitbringen.
  9. Reifen überprüfen – Profil sollte gleichmäßig abgenutzt sein, wie bei einem Pkw auch. Ist etwas evtl. mit der Achse nicht in Ordnung, kann man dies an der einseitigen Belastung der Reifen erkennen. Unbedingt auch hierauf achten.
  10. Dichtigkeit/Feuchtigkeit – betrittst du das Wohnmobil und dir kommt ein muffeliger Geruch entgegen, kannst du davon ausgehen, dass irgendwo Wasser eintritt. Hier ist Vorsicht geboten. Die Dichtigkeit kann gegen eine Gebühr getestet und garantiert werden. Nachgeschaut werden sollte hier in allen Ecken (vor allem bei einem Alkoven), Schränken, Staufächern, im Badezimmer, in allen Rillen und Ritzen die mit der äußeren Wand in Berührung kommen. Es gibt diverse Feuchtigkeitsmessgeräte, die hier unbedingt zum Einsatz kommen sollten, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen. Auch außen muss man kontrollieren. Die Silikonfugen außen sollten keine Löcher, Risse oder ähnliches aufweisen. Gut ist auch, wenn man die Möglichkeit hat, einmal auf das Dach zu steigen, um alles von oben zu kontrollieren.
  11. Fenster/Dachfenster – sollten auf Risse und Dichtigkeit überprüft werden, ebenso die Fliegenschutzgitter. Diese sind in vielen Regionen unabdingbar.
  12. Außenklappen, Jalousien, Sichtschutz (Rollos), Markise – diese Dinge sollten ebenfalls auf ihre Funktion überprüft werden. Gerade bei den Außenklappen sollte gewährleistet sein, dass sich alle problemlos öffnen lassen. Hier befinden sich wichtige Dinge wie der Wassertank oder das Gasfach. Die Markise sollte keinesfalls Schimmel aufweisen oder gar nur feucht sein, sich problemlos ausfahren lassen und keine Risse oder Löcher aufweisen.
  13. Erlaubte Zuladung – wie viel wiegt das Wohnmobil bereits und wie viel darf man noch zuladen? Für eine Familie rechnet man mit circa 700 bis 800 kg Zuladung, jedoch bei Vollausstattung für Menschen, die viel Komfort benötigen.

Wir hoffen, die Zusammenfassung unserer Erfahrungswerte helfen euch bei der Umsetzung eurer Ziele weiter. Wenn ihr noch mehr zum Thema Wohnmobil erfahren wollt, schaut auf unserem Youtubekanal vorbei: Die Ökofamilie auf Reisen. Hier veröffentlichen wir regelmäßig neue Videos zum Leben und reisen im Familien Wohnmobil.

Alles Liebe, Eure Ökofamilie

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