Freie Menstruation – sauber, gesund und ohne Schmerzen durch die Tage

Freie Menstruation. Davon haben sicher die ein oder anderen bereits gehört. Ich praktiziere die freie Menstruation nun seit über einem Jahr (mit gelegentlichen Ausnahmen), komme bestens damit zurecht und fühle mich nicht mehr so „schmutzig“, wenn meine Periode einsetzt. Wie ein Leben ohne Tampons, Binden und Co funktionieren kann und welche Vorteile es hat, die freie Menstruation zu praktizieren, möchte ich hier einmal festhalten.

Die Vorteile und der Sinn dahinter:

  • man fühlt sich immer frisch und sauber, auch ohne Tampons und Co, die eher verstopfen ein unangenehmes Gefühl hervorrufen und unangenehm riechen
  • hygienischer, da kein Fremdkörper eingeführt wird, der den perfekten Nährboden für schädliche Mikroorganismen bildet
  • besseres Körpergefühl
  • lindert Regelschmerzen
  • Unsere Schleimhäute kommen nicht in unmittelbaren Kontakt mit den in Monatshygieneartikeln enthaltenen Bleichmitteln und Pestiziden
  • die Methode spart Geld
  • die Umwelt wird nicht unnötig belastet
  • man muss nicht ständig darauf bedacht sein, die Monatshygieneartikel mitzuführen

Wenn wir regelmäßig Tampons und Co verwenden (Binden an dieser Stelle ausgenommen), kommt es für unseren Körper einer „Verstopfung“ gleich. Regelschmerzen entstehen, wenn sich das Blut nach dem Muttermund staut und keinen Platz für das nachkommende Blut macht. Die Gebärmutter arbeitet somit stärker und muss sich unvorbereitet dehnen, was schlussendlich zu den Schmerzen führt.

Um genau das zu verhindern, hat uns die Natur mit funktionierenden Muskeln ausgestattet, die wir einfach nur benutzen müssen. Wir haben so viel Wissen um unseren Körper verloren, dass wir auch diese völlig natürliche Methode wieder erlernen müssen. Warum auch, sollten wir die Blutungen nicht kontrollieren können? Schließlich können wir unsere restlichen Ausscheidungen ebenfalls kontrollieren. Es wäre sinnlos und nicht durchdacht, wenn wir ständig blutend durch die Gegend laufen müssten. Das Blut fließt in Intervallen ab und so können wir uns darauf einstellen.

Zum Einstieg:

Am besten nimmt man einen ruhigen Tag, um die Methode auszuprobieren. So kann man sich voll und ganz auf seinen Körper und die Anzeichen konzentrieren. Am besten nimmt man zur Absicherung eine (Stoff-) Binde zur Hand. Es gibt, wie so oft, kein Patentrezept, da jeder Körper ein wenig anders reagiert. Oft verspürt man einen Druck, das Gefühl, dass sich etwas angestaut hat, oder einen gewissen „Drang“ auf die Toilette gehen zu müssen. Man kann z. B. einmal mehr die Toilette aufsuchen, um zu kontrollieren, ob sich etwas getan hat, wenn man denn nichts verspüren sollte. Gut ist es auch, wenn man den Beckenboden ein wenig anspannt, damit nichts daneben geht. Um die freie Menstruation praktizieren zu können, müssen wir nicht ständig mit angespanntem Beckenboden umherlaufen, doch am Anfang ist es hilfreich und man kommt einfacher zurecht. Doch nicht zu sehr anspannen, man soll sich schließlich nicht verspannen. Wenn wir aufmerksam hinspüren, entwickeln wir schnell ein Gefühl dafür.

In der Nacht ist es relativ einfach, da wir im Liegen für gewöhnlich nicht auslaufen. Gut ist es, wenn man am Abend das Blut noch einmal ablässt und am Morgen den Beckenboden beim Aufstehen etwas anspannt, damit sich der Schwall nicht selbstständig macht.

Wenn es nicht klappt?

Es kann durchaus sein, dass es bei der ein oder anderen schlichtweg nicht funktioniert. Es spielen hier viele Faktoren eine Rolle, wie z. B., ob man eine Spirale hat, die Pille nimmt, ob die Muskulatur stark oder schwach ausgeprägt ist und wie die Blutungen ausfallen. Doch einen Versuch ist es, nicht zuletzt unserer Gesundheit und Umwelt zuliebe, auf jeden Fall wert! Natürlich muss man eine Zeit lang üben, wir haben es immerhin verlernt.

Freie Menstruation, mein Fazit:

Nach über einem Jahr kann ich sagen, dass es für mich wunderbar funktioniert. Wenn ich schwimmen gehe (oder ähnliche Situationen), verwende ich eine Menstruationstasse, um ganz sicher zu gehen. Mein Körpergefühl hat sich deutlich verbessert und ich fühle mich definitiv freier. Diese Methode hat mein Leben komplett verändert, auf vielen Ebenen positiv beeinflusst. Die Schmerzen sind komplett verschwunden und es fühlt sich einfach nur gut an, nicht von Tampons und Co abhängig zu sein. Ich lege mir aber dennoch ein Baumwolltüchlein in den Schlüpfer (den ich ansonsten weglasse ;)), sonst würde ich mich in manchen Situationen noch zu unsicher fühlen.

*Buchempfehlung (vor allem für junge Frauen) und Menstruationstasse:

Alles Liebe,

Eure Ökofamilie 🙂

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