Freie Menstruation – sauber, gesund und ohne Schmerzen durch die Tage

Monatsblutung - Menstruation Cup

Freie Menstruation, davon haben einige sicherlich schon mal gehört. Ich mache die freie Menstruation jetzt bereitst seit einiger Zeit und fühle mich wirklich super damit. Deutlich besser jedenfalls als ich – wie die meisten Frauen Tampons oder Binden benutzt habe. Ich erkläre in diesem Artikel wie das funktionieren kann, denn leider hat sich in unsereren Köpfen ja festgestzt, dass ein Leben ohne weiblicher „Hygieneartikel“ nicht sein kann. Ich erzähle euch auch die vorteile, die die von mir praktizierte Freie Menstruation meiner Meinung nun mal hat. Wie bei allen Gesundheitsartikeln auf der Webseite der Ökofamilie gilt auch hier: Dies sit nur eine persönlicher Erfahrungsbericht und der Artikel soll keine medizinische Beratung ersetzen.

Zunächst möchte ich euch mal die Vorteile der Freien Menstruation erklären, so wie ich sie erlebe:

  • Zunächst mal fühle ich mich frisch und sauber wenn ich auf Tampons und Co. verzichte. Vor allem die häufig genutzten Tampons „verstopfen“ ja die Vagina, man führt einen Fremdkörper ein und mit der monatsblutung „verschmutzt“ dieser Tampon dann natürlich, riecht unangenehm und bildet einen perfekten Nährboden für Bakterien. Keine tolle Sache, denke ich. Wenn ich dagegen auf Tampons verzichte, fühle ich mich daher deutlich sauberer und frischer. Auch das Gefühl „verstopft“ zu sein, kenn ich seither nicht mehr, mein Körpergefühl ist ein gänzlich anderes.
  • Auch Regelschmerzen habe ich – seitdem ich die Freie Menstruation praktiziere – eigentlich keine mehr. Ganz kann ich mir das nicht erklären, aber wahrscheinlich ist es eher eine Kopfsache. ich fühle mich freier und weiblicher und das ist dann wohl der Grund warum ich keine schlechten Gefühle und/ oder Schmerzen vor und während der Menstruation habe.
  • Ein weiterer Vorteil ist meiner Meinung nach der, dass die Schleimhäute nicht mehr mit der ganzen Chemie in Berührung kommen, die in den Tampons und Binden nun mal drinnen sind.
  • ein netter Nebeneffekt, aber nicht der Hauptgrund warum ich die Freie Menstruation praktiziere ist, dass es Geld spart und mehr Öko öder Bio ist. klar. Jedes Teil das wir nicht benutzen oder kaufen ist ja unterm Strich mehr Bio als das noch so gut gemachte „biologische“ Gegenstück. 😉 Ausserdem kann ich – wenn ich ausgehe – darauf verzichten nachzudenken, ob ich Tampons und/ oder Binden eingesteckt habe.
  • In einem Ratgeber zum Thema „Freie Menstruation“ habe ich gelesen dass Tamposn dazu führen dass sich der Körper verstopft fühlt oder es sogar ist. Das Blut staut sich, es will abfließen, kann es aber nicht, da ihm der Tampon im Wege steht. Die Gebärmutter muss also mehr arbeiten, dehnt sich aus und Regelschmerzen sind die logische Folge. Das klingt recht gut und ich muss sagen, es kommt meinen eigenen Beobachtungen ziemlich nahe.

    Als problematisch sehe ich es, dass wir alle, das betrifft jetzt mal Frauen und männer, nahezu den gesamten Kontakt zur Natur verloren haben. „Natur“ das ist das was man vielleicht noch im Zoo anguckt. Nicht mehr. Dementsprechend gehen wir auch mit unseren Körpern sehr nachlässig bzw. unnatürlich um und kennen sie bzw. deren Funktionen eigentlich kaum mehr.

    Jetzt aber zur Praxis:
    Da wir unsere Ausscheidungen im Laufe des Lebens lernen zu kontrollieren ist es uns absolut selbstverständlich, dass wir nicht dauernd pinkelnd oder sch….end durch das Leben laufen. Ich denke mal, dass bis hierher jede/r einverstanden ist. wir haben es gelernt den Harn und den Kot zu kontollieren, gehen auf die Toilette, wenn eine in der Nähe ist und wir entsprechend Zeit haben. Alles andere würden wir als seltsam betrachten.

    Bei der Mesntruation ist das anders: Hier gehen wir davon aus, dass das Blut „einfach so“ und permanent abfließt. wir lernen es nicht zu kontrollieren. Aber – interessanter Weise – hat und die Natur mit Musken ausgestattet mit denen wir genau das tun können: Das Blut fließt bei der Regelblutung in Intervallen ab und wir können uns sowohl auf diese intervalle einstellen als auich sie mit unserer Muskulatur kontrollieren. Diese Kontrolle wieder zu erlangen kann jede Frau lernen und sollte es auch.

    Wer die Freie Menstruation das erte mal praktizieren möchte, sollte sich dafür einen ruhigen Tag aussuchen. Wenn wir den ersten Probleauf an einem Tag machen an dem wir in der Firma alle Hände voll zu tun haben und nichts wie Stress verspüren, ist das kein guter einstieg. wir müssen uns nähmlich voll auf den Körper und dessen Signale fokussieren. Sicherheitshalber ist es auch empfehlenswert eine Binde zur Hand zu haben, wenn der erste Versuch doch schief geht, es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen. 😉 Eine echte „Anleitung“ wie man mit der monatsblutung umgeht um sie kontrolliert abfließen zu lassen, gibt es nicht, jeder Körper reagiert ja in diesem Bereich ein klein wenig anders. Grob gesagt – und das sollte wohl für alle Frauen gelten – sollten wir darauf achten ob wir ein wenig Drang und/ oder Druck verspüren um auf die Toilette zu gehen, obwohl wir eigentlich nicht müssen. Wenn wir dann den Beckenboden etwas anspannen können wir den Abfluss des Blutes kontrollieren. Man kann es ein wenig mit dem Harndrang vergleichen. Auch hier spannen wir den Beckenboden an um den Urin nicht „einfach so“ abfließen zu lassen.

    Hat man das mal verinnerlicht und auch durch praktisches Übern ausprobiert bzw. gelingt es dir die Blutung zu spürenund zu kontollieren ist der Rest ziemlich simpel: Wir kontrollieren den abfluss so lange bis wir zur Toilette gehen und entspannen dort den Beckenboden. und Voila: Die Freie Menstruation ist gelungen!

    Aufpassen müssen wir lediglich dass wir nicht den ganzen Tag allzu angerspannt im Beckenboden herumlaufen und damit das Gegenteil dessen was wir erreichen wollen machen: Wir werden dann nämlich verspannt statt entspannt. 😉 Wichtig ist auch dass wir währen unserer Tage vor dem Schlafengehen das Blut ablassen und nach dem Aufstehen ebenfalls. Auch hier gibt es wieder eine Analogie zum Harndrang.

    Wer hormonell verhütet und/ oder schwache Beckenmuskeln hat, muss die ganze Sache vielleicht etwas auf die individuelle Lebensweise adaptieren und zunächst mal experimentieren. Wie gesagt: Zu Beginn ist es empfehlenswert immer eine Binde eingesteckt zu haben, mit der Zeit lernt man dann die Blutungen kontrolliert abfließen zu lassen und kann dann auf die Binde eher verzichten. allerdings ist es auch kein Drama, wenn man immer eine binde mitnimmt, das kann ja ncicht schaden diesen Notnagel zur Verfügung zu haben. Auch eine Menstruationstasse kann übrigens eine sinnvolle Ergänzung im Zuge der Freien Menstruation sein.

    Ich fühle mich mit dieser Praxis, die ich jetzt schon längere Zeit mache, sehr, sehr wohl. Regelschmerzen gibt es für mich keine mehr und wenn doch, dann sind sie vergleichsweise harmlos, wenn ich sie mit früher vergleiche. Ich kann also die Freie Menstruation nur jeder Frau die körperbewusst leben will, empfehlen!