Gesunde Zahnpasta mit nur 5 Zutaten selbermachen

Gesunde Zahnpasta mit nur 5 Zutaten

Gesunde Zahnpasta mit nur 5 Zutaten – wie geht das? Das wollen wir euch hier verraten 🙂 Den Fokus legen wir dabei auf den Geschmack. Uns ist es egal wie die Zahnpaste am Ende schmeckt, aber unseren Kindern nicht 😉 Daher sind die Zutaten leider nicht regional, jedoch gibt es jede Zutat bei einem vertrauensvollen Anbieter zu kaufen, welcher auch Rücksicht auf Arbeitsbedingungen und Umweltschutz setzt.

Zuerst einmal wollen wir euch erklären, warum wir unsere Zahnpasta selbst herstellen. Man sollte annehmen, dass jede im Handel erhältliche Zahnpasta gesund und gut für die Zähne ist. Angesichts der Zutaten, die wir für gewöhnlich kaum identifizieren können, stellt sich die Frage was genau denn eigentlich drin ist und warum es gut für unsere Zähne ist. Schließlich ist die Mundflora empfindlich und nimmt Inhaltsstoffe durch die Mundschleimhäute zügig auf, welche dann schneller in den Blutkreislauf gelangen. Betrachtet man die Zutatenliste konventioneller Zahnpastatuben, wird schnell klar, dass einige bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Angefangen bei Fluoriden. Fluoride wirken toxisch und sind nicht umsonst in Rattengift enthalten. Man möchte an der Stelle möglicherweise einwerfen, dass dazu größere Mengen notwendig sind. Stimmt, jedoch benutzen wir Zahnpasta bis zu 3 Mal am Tag und das Jahr für Jahr. Da kommt eine beträchtliche Menge zusammen, gerechnet mit den Fluoriden, welche wir noch über andere Produkte zu uns nehmen. Ab einer bestimmten Menge, kann es den Zähnen und dem Körper erheblichen Schaden zufügen.

Als Konservierungs – und Desinfektionsmittel wird Triclosan eingesetzt. Ein bakterienhemmender Wirkstoff, der die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringt, da er alles abtötet. Auch die guten Bakterien, welche für das gesunde Gleichgewicht zuständig sind und zudem belastet es die Umwelt. Mehr Informationen dazu bei der Verbraucherzentrale.

Polyethylenglykole oder kurz PEGs fungieren als Emulgatoren und machen die Mundschleimhaut durchlässiger, was wiederum dazu führt, dass die restlichen enthaltenen Schadstoffe noch leichter in den Körper gelangen. Eine gute Zusammenfassung der Fakten findet ihr hier.

In konventioneller Zahnpasta findet man immer Parabene. Verwendet werden sie als günstiges Konservierungsmittel auf Erdölbasis, anstatt teuren Haltbarmachern wie zB Vitamin E. Diese haben viele Namen, unter anderem auch Oxybenzoat. So lässt sich nicht immer gleich feststellen, ob diese in der Zahnpasta enthalten sind. Parabene werden in Verbindung mit Krebserkrankungen gebracht und einmal durch die Mundschleimhaut im Körper angekommen, bringen sie den Hormonhaushalt durcheinander. Verweiblichung ist nur eines der Probleme, welches in direkter Verbindung mit Parabenen steht. Besonders gefährlich sind sie für männliche Embryos im Mutterleib.

Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe finden wir in jeder Zahnpasta, diese soll dem Verbraucher ja auch schmecken. Was genau ein kariesfördernder Stoff in Zahnpasta zu suchen hat, ist uns ein Rätsel. Aber die Zahnärzte müssen ja schließlich von etwas leben 😉 Abgesehen davon, machen gewissen Zuckeraustauschstoffe auch süchtig!

Ein Tensid, das bekannt für seine allergene und hautreizende Wirkung ist und trotzdem weiter in Kosmetikprodukten verwendet wird, nennt sich Natriumlaurylsulfat. Das Tensid wird verdächtigt, die Mundschleimhaut auszutrocknen, und sie so anfälliger für die restlichen schädlichen Inhaltsstoffe zu machen. Verwendet wird es auch, um die Zahnpasta so schön schäumen zu lassen.

Abrasiva sind Schleifmittel, welche den Zahnschmelz angreifen und damit die Zähne empfindlicher machen. Leider lässt sich anhand der Inhaltsstoffe nicht immer erkennen, wie viel davon enthalten ist. In aufhellenden Zahncremes ist auf jeden Fall mehr enthalten als in „normalen“.

Angesichts dieser heftigen Zutaten, ist es kein Wunder, warum so viele Menschen mit Zahnproblemen bereits im Kindesalter zu kämpfen haben. Zusammen mit der Zivilisationsnahrung und anderen für den menschlichen Körper ungünstigen Faktoren, entfaltet sich die Wirkung erst so richtig. Leider bemerken wir dies aber oft erst im hohen Alter. Wie es den Menschen geht, die mit Industriefutter aufgewachsen sind, wird sich in den kommenden Jahren noch zeigen.

Zahnpasta aus dem Bioladen?

Anfangs war das in Ordnung, aber jedes Mal beim Lesen der Zutatenliste, stelle ich mir die Frage, ob das nicht einfacher geht. Nicht nur die Zutatenliste hat mich irritiert, sondern auch der Preis. Wir haben knappe 4€ für eine Tube Zahnpasta bezahlt und fanden es einfach nicht fair, dass Gutes so teuer sein muss. Mag sein, dass der Preis gerechtfertigt ist, angesichts der vielen Zutaten, wollten wir aber irgendwann doch lieber etwas Natürlicheres.

Zahnbürste

Wir benutzen die Bambus Zahnbürste von Baumfrei. Sie wird komplett aus Bambus hergestellt. Auch die Borsten sind im Gegensatz zur Hydrophil aus Bambusviskose statt aus Nylon und die Borsten werden nicht verklebt! Was noch sehr schön ist, die Zahnbürste wird komplett plastikfrei versendet.

Gesunde Zahnpasta aus nur 5 Zutaten

Wir haben viel ausprobiert, unter anderem Zähne putzen mit Salz, purem Kokosöl usw. Nichts hat uns oder die Kinder so richtig überzeugen können, daher haben wir uns durchs Internet gelesen und schließlich einfach selbst etwas zusammengemischt. Dass es am Ende nur noch 5 Zutaten sind, die da zusammenkommen, finden wir klasse. Und das beste ist: Sie schmeckt allen Familienmitgliedern 🙂 Hochgerechnet ist die gesunde Zahnpasta auch nicht besonders kostenintensiv.

Kurkuma Zahnpasta, natürliche Zahnpasta

Zutaten:

4 EL Kokosöl  (enthält Laurinsäure, welche ausschließlich pathogene Bakterien angreift, sanfte Entfernung von Zahnstein)

2 TL Xylit (wirkt vorbeugend gegen Karies, Zahnstein und Zahnbelag)

2 TL Kurkumapulver  (wirkt entzündungshemmend, hellt die Zähne auf natürliche Art und Weise auf)

1/2 TL Zimtpulver  (wirkt antibakteriell, schmerzstillend und gegen geruchsverursachende Bakterien)

1/2 TL Himalayasalz (schafft ein Milieu, in dem das Wachstum für nützliche Bakterien begünstigt wird)

Das Kokosöl vorher auf der Heizung schmelzen lassen, bis es flüssig ist. Danach einfach mit den restlichen Zutaten vermischen und in ein sauberes Schraubglas oä. füllen. Fertig.

Zutaten auf welche wir wegen der Kinder verzichten, die aber sehr nützlich sein können:

Schwarzer Pfeffer: Erhöht die Wirkung von Kurkuma um das 20-Fache. Für die Kinder aber nicht sehr schmackhaft.

Natron: Durch die hohe Schleifwirkung ist sie für die empfindlichen Kinderzähne eher ungeeignet.

Nelkenpulver: Wirkt antibakteriell, antiviral, antimykotisch. Die Kids mögen es leider nicht.

Schlämmkreide: Schmirgelt ebenfalls zu sehr.

Heilerde: Damit haben wir noch keine Erfahrung gemacht, kann man aber auch zugeben.

Ätherische Öle: Wie zB Pfefferminze, kann man zugeben, sorgt für frischen Atem.

Ergänzung: Ihr könnt natürlich auch anderes Salz verwenden! Ursalz bzw. Steinsalz eignet sich mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Wir haben einfach noch Himalayasalz vorrätig und verwenden es weiter bis es leer ist. Benutzt nur bitte kein billiges Salz aus dem Discounter! Wer Kronen oder Prothesen hat, müsste erst einmal ausprobieren, ob Kurkuma diese färbt. Wir selbst haben leider keine Erfahrung damit. Und wer es ganz einfach möchte kann die Paste auch aus nur 3 Zutaten machen. Dazu das Salz und den Zimt weglassen und nur das Kokosöl, Xylit und Kurkuma zusammenmixen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachmachen der gesunden Zahnpasta, hinterlasst uns doch einen Kommentar wie es bei euch geklappt hat 🙂 Bei aufkommenden Fragen, schreibt uns einfach an oder hinterlasst hier einen Kommentar, wir antworten euch so schnell wie möglich.

Eure Ökofamilie

 

 

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Comments

Kommentare

14 Kommentare

  1. Super, danke fürs Rezept. Wir haben heute morgen unsere selbstgemachte Zahnpaste aufgebraucht und ich wollte ohnehin gerade neue machen. Ich probiere es gleich mal mit Zimt aus, vielleicht schmeckt es den Kindern dann besser. Bis jetzt habe ich mich noch nie getraut, Kurkuma wegen Flecken auf der Kleidung dazutun. Ist das bei euch kein Problem oder kleckern eure Kinder nicht so viel herum beim Putzen? Sonnige Grüße Birgit

    • Hallo liebe Birgit,

      Bei dem Großen klappt das ganz gut, der putzt immer über dem Waschbecken. Bei der Kleinen machen wir das noch, aber sobald sie das selbst machen möchte müssen wir den Kurkuma wohl weglassen 😉

      Liebe Grüße,
      Nadine

  2. Theresa-Christine

    Ich finde das super und möchte es SOFORT ausprobieren 😀 Ich hab aber noch eine Frage dazu: wir das fertige Produkt dann durch die Erkaltung wieder hart? Wie macht ihr es auf die Zahnbürste drauf?

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Theresa-Christine,

      freut uns sehr, dass es dir gefällt 🙂
      Ja, durch das Kokosöl wird die Mixtur wieder ein wenig härter beim erkalten, aber nicht ganz.
      Wir machen sie mit einem kleinen Löffel auf die Bürsten, für uns ist das soweit ok 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  3. Ich würde das gerne mal ausprobieren und hab auch alles zu Hause außer Xylit. Wo bekommt man denn Xylit?

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Annette,

      Xylit bekommst du im Reformhaus oder im gut sortierten Bioladen. Ich kaufe es immer Offline 😉 du kannst es aber auch im Internet bestellen.

      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  4. Hallo, danke für das Rezept!
    Eine Frage: Muss es Himalayasalz sein? Das wirft meines Erachtens die komplette Ökobilanz über den Haufen. Aus diesem Grunde nutze ich schon lange Steinsalz („Ursalz“), das dürfte doch die gleichen positiven Eigenschaften besitzen, oder?
    Viele Grüße,
    Leonie

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Leonie,

      da hast du natürlich recht. Steinsalz eignet sich höchstwahrscheinlich sogar noch besser 🙂 wir haben hier aber noch einiges an Himalayasalz und das will aufgebraucht werden. Das Salz kann aber auch getrost weggelassen werden. Anfangs bestand unsere Paste nur aus Kokosöl, Xylit und Kurkuma.

      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  5. Hallo Nadine!
    Darf ich fragen, warum ihr euch für HimalayaSalz entschieden habt? Und nicht für Meer- oder Steinsalz zB?
    Gruß Janine

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Janine,

      man kann auch ein anderes Salz benutzen, Himalayasalz haben wir noch recht viel zu Hause und da bietet es sich einfach an. Außerdem enthält es über 80 verschiedene Mineralien und andere Elemente, welche die Mundflora dahingehend positiv beeinflussen, indem sie ein angenehmes Milieu für die guten Bakterien schaffen 🙂 Du kannst aber auch genauso gut Steinsalz nehmen!

      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  6. Hallo nadine, danke für das Rezept. Wieviel nelkenpulver würdest du denn dazugeben?

  7. Liebe Ökofamilie,

    mir gefällt das Rezept für die Zahnpasta und finde den Beitrag ansich auch gut, doch leider bin ich mit dem Thema Fluoride nicht eurer Meinung. Ich hab längere Zeit informationen gesucht und habe diese dann auch erhalten. Und selbst einen Beitrag geschrieben den man hier lesen kann ( http://yaative.info/zaehne-schrubbeln/ ). Wahrscheinlich werden sich die Meinungen über Fluoride immer auseinander gehen und jeder sieht es anders. Daher ich will mit meinem Kommentar keine böse Absichten oder negative Stimmung verbreiten, sondern eine weitere Ansicht der Dinge.

    Jetzt werde ich mir mal das Xylit genauer anschauen 😉

    Liebe Grüße
    Yaative
    Phil

  8. Liebe Marina,

    auch ich mache schon seit langem Zahnpasta selber mit Kokosöl, Xylit und Kurkuma. Mein Problem ist aber dass das Xylit sich in Kokosöl nicht auflöst sondern sich unten absetzt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich das Kokosöl immer erst im Wasserbad schmelzen lass und dann die restlichen Zutaten hinzufüge. Hast Du einen Tipp?

    Liebe Grüße

    Ingrid

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