Green Parenting – Öko Buch für Öko Eltern

Green Parenting – Öko Eltern – Das Buch

Green Parenting oder zu deutsch in etwa: Grüne Elternschaft. Ein Öko Buch für Öko Eltern. Als ich das Buch im Buchladen entdeckt habe, musste ich es sofort haben. Total mein Thema, das musste unbedingt mit. Noch mehr Tipps und Anregungen für ein grüneres Leben, mit der ganzen Familie – Top Sache!  Genau das, was die Erde und ihre Kinder brauchen. In einer digitalisierten Zeit, in der wir kaum mehr Zeit finden, uns Draußen aufzuhalten, geschweige denn die Natur wirklich wahrnehmen, ist das eine schöne Sache. Ein Aufruf an alle Eltern ein wenig mehr ökologisches Bewusstsein ins Leben zu integrieren.

Öko Eltern

Green Parenting eignet sich für alle, die ein bisschen mehr Öko in ihr Leben einbauen wollen, aber nicht wissen wo sie anfangen sollen. Wer bereits öko ist, für den gibt es sicher auch noch die ein oder andere Anregung, welche man gut mit in den Alltag einbauen kann. Das Buch eignet sich sowohl für Eltern, wie auch für werdende Eltern und alle die das Thema interessiert. Übrigens ist das Buch auch prima geeignet für alle, die etwas lesefaul sind! Es umfasst etwa 172 Seiten, von denen viele bebildert sind. Die Tipps und Tricks sind in Rahmen gesetzt und die Schrift ist für mein Empfinden doch relativ groß.

Praxistauglichkeit

Wir haben einiges aus dem Buch getestet und können sagen, dass man alles sehr leicht nachmachen kann. Abgesehen von einem Spaziergang, bei dem man die nötigen Zutaten für manche Rezepte zusammensammelt, hat man das meiste in der Küche und muss so nicht extra exotische Zutaten anschaffen. Es gibt in etwa 19 Rezepte (nicht nur) für die Küche, bei denen auch die Kinder gut mithelfen können.

Über das ganze Buch verteilt findet man immer wieder „Die besten 5“ oder „Die besten 10“. Dabei geht es um Tipps und Tricks, wie zB. „Die besten 5 Sinnesfreuden im Garten“ oder „5 Tipps für eine natürliche Schwangerschaft“, sowie „Die besten 10 Tipps, wie Sie ihr Kind bei jedem Wetter nach draußen locken“. Kurz und knapp gehalten, durchaus informativ und in jeder Lebenssituation anwendbare Kniffe, die zeigen, mit welch kleinen Mitteln man mehr Natürlichkeit für seine Kinder und sich selbst erreichen kann. Seinem Untertitel „Wie man Kinder großzieht, dabei die Welt rettet und dabei nicht verrückt wird“ wird das Buch durchaus gerecht. Wenn ich auch nicht unbedingt mit den Erziehungstipps, welche wirklich keinen großen Stellenwert einnehmen, aber dennoch vorhanden sind, einverstanden bin.

Immer mal wieder stößt man auf ein grünes Kästchen, die grünen Herausforderungen. Insgesamt sind es 27 Herausforderungen, von welchen sich manche nur bedingt eignen, wenn man keinen eigenen Garten hat. Aber selbst dafür gibt es für Menschen mit einem Balkon Lösungsvorschläge im Buch. Die meisten kann man auch ohne eigenen Garten annehmen, jedoch gibt es auch Herausforderungen, die wir persönlich nicht mit unserer Sichtweise vereinbaren können.

Veganertauglichkeit

Für uns als Veganer ein wichtiger Punkt. Wir hatten bereits viele Bücher, mit denen wir nichts anfangen konnten, weil wir die Welt ein wenig anders betrachten. Für gewöhnlich wird kein großer Wert auf die Ernährung gelegt, und wenn wird keine Rücksicht auf Veganer genommen. Auch werden Tiere meist als Gegenstand betrachtet, den man nach Belieben benutzen kann. Jedenfalls wird im Buch deutlich gemacht, dass Fleisch ein Luxusgut ist und als etwas Besonderes betrachtet werden soll. Es wird dem Leser nahegelegt dass er, wenn es Fleisch sein muss, zumindest auf artgerechte Tierhaltung und regionales Fleisch setzt. Fisch wird als gesundheitsfördernd angepriesen, es werden aber auch vegane Alternativen genannt. Bei der Fülle an Informationen, Tipps und Anregungen, kann man gut über diese 2-3 Seiten hinwegsehen. Allerdings sind viele Rezepte vegetarisch, die man aber gut veganisieren kann.

Ein kurzer Überblick

Green Parenting ist in folgende 8 Kapitel unterteilt:

  1. Natürlich lernen und spielen
  2. Ihr grünes Nest
  3. Kann ich das essen?
  4. Jäger und Sammler
  5. Körpersprache
  6. Kleine grüne Daumen
  7. Wie die Natur uns gut tut
  8. Grüne Feste

Im ersten Kapitel werden Dinge wie Spielzeug (inkl Selbermacher-Tipps), Basteln, Bücher, überflüssiges, Traditionen, Klimawandel und Cyber-Eltern angesprochen, ebenso wird im Buch Rücksicht auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen genommen!

Das zweite Kapitel „Ihr grünes Nest“ beschäftigt sich damit, wie man sein Heim nachhaltig und natürlich gestalten kann, ohne dass dabei jemand oder etwas zu kurz kommt. Vom Putzen über ein wenig Wildnis im Haus, das Kinderzimmer, Ökokleidung, Kompost und Energie ist alles dabei was es zu beachten gilt.

Das dritte Kapitel ist relativ kurz und widmet sich ganz der Ernährung. Und zwar vom Baby bis zum Erwachsenen, inklusive Ratgeber zu saisonalem Obst und Gemüse und wie man Müll in Sachen Nahrungsmitteln aus dem Weg geht.

Das Kapitel „Jäger und Sammler“ ist gespickt mit vielen Rezepten, aus Zutaten welche man teilweise selbst sammelt und anschließend verarbeitet. Man findet einen Ratgeber zum Sammeln mit Kindern, wann es was wo sammeln gibt und wie man es trotzdem gebacken bekommt, auch wenn man in der Stadt lebt.

„Körpersprache“ – hier finden wir Informationen zur natürlichen Schwangerschaft, natürlichen Babyzeit, Rezepte um natürliche Pflegeprodukte selbst herzustellen, vieles zu den gängigen Wehwehchen und wie wir sie sanft mit der Kraft der Natur heilen können. Ein tolles Kapitel, mit vielen Anregungen für Eltern, die sich noch ein wenig unsicher sind, was Naturheilmittel angeht.

Das sechste Kapitel „Kleine grüne Daumen“ wartet mit einem Plan für einen Familien-Naturgarten auf, welchen man auch etwas kleiner, auf dem Balkon einrichten kann. Alternativen zur Chemiekeule, verschiedene Nester für Tiere oder Insekten zum Nachbauen und viele viele Informationen und Nachmachaktionen für Eltern und Kinder, welche sich auch gut in der Stadt realisieren lassen. Insgesamt steckt hier einiges drin!

„Wie die Natur uns gut tut“, müssen wir nicht beweisen – Das ist ein Fakt, der hier sehr gut erklärt wird. Mit guten Erklärungen und verständlichen Beispielen wird hier gezeigt, wie man sein Kind für die Natur begeistern kann. Inklusive Beschreibung einiger Tierarten und Pflanzen, wo man sie findet und wie man reagiert wenn man sie gefunden hat. Im Wald, auf Wiesen und am Meer.

Das letzte und 8. Kapitel finden wir persönlich ganz besonders gut. „Grüne Feste“. Jedes Jahr werden Unmengen an Ressourcen für diverse Festlichkeiten verbraucht, was unsere Umwelt zusätzlich zu all dem was wir sonst noch so falsch machen belastet. Bei uns wird an Festen generell weniger geschenkt, Silvester keine Knaller gekauft und Valentinstag gibt es nicht. Im Buch werden die meisten Feste, darunter auch Ramadan und Mittsommernacht erwähnt und der ein oder andere Tipp gegeben, um alles möglichst umweltschonend handhaben zu können.

Alles in allem

Auch wenn wir nicht mit allem einverstanden sind, ist das Buch absolut empfehlenswert. Man kann es schließlich niemandem recht machen und das perfekte Buch für jedermann gibt es auch nicht.

„Green Parenting“ ist ein gutes, gelungenes Buch das zur richtigen Zeit kommt. Immer mehr Eltern erkennen, wie weit wir uns von der Natur entfernt haben und wollen wieder mehr Naturerfahrungen und Natürlichkeit in das Leben ihrer Kinder mit einbauen. Und hier wird man von „Green Parenting“ abgeholt, wo man gerade steht. Es geht keinesfalls darum, total ökorrekt zu sein und alles haargenau zu nehmen. Viel mehr wird hier ein wenig Spielraum gelassen, um die eigenen Erfahrungen mit einfließen zu lassen, sodass wirklich jeder etwas mit dem Buch anfangen kann. Auch wenn man ganz weit weg von einem ökologisch gesehen – korrekten Leben ist. Ein bisschen geht immer 🙂 Der Natur und unseren Kindern zuliebe.

Hier könnt ihr das Buch bekommen 🙂 Green Parenting: Wie man Kinder groß zieht, die Welt rettet und dabei nicht verrückt wird

 

Alles liebe,

Eure Ökofamilie

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Comments

Kommentare

3 Kommentare

  1. So ne tolle Buchbeschreibung zu so einem wichtigen Thema und dann wird auf Amazon verlinkt?!?!? Schade! Das Buch gibts doch bestimmt bei wertschätzenderen Anbietern zu kaufen. Und sonst kann man doch auch gern den regionalen Einzelhandel unterstützen.

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Nele,
      ich kaufe Bücher grundsätzlich offline und habe abgesehen von Amazon keine Erfahrungen mit Versandhäusern. Da ich weiß, dass Amazon zumindest im Karton verschickt und nicht in Plastik wickelt, habe ich dorthin verlinkt. Wenn dir etwas besseres bekannt ist kannst du mir gerne bescheid sagen. Andernfalls habe ich bereits bei verschiedenen Online Buchhändlern angefragt 😉
      Liebe Grüße
      Nadine

  2. Pingback: Kinderbuch zum Thema Nachhaltigkeit - Piwi und die Plastiksuppe - Ökofamilie

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