Kokosöl Deo mit nur 3 Zutaten selbst gemacht – schnell und gesund

Nachdem wir immer wieder nach unserem Kokosöl Deo – Rezept gefragt werden, kommt hier nun endlich der Artikel dazu! Das Rezept lässt sich beliebig abwandeln, die Basis bleibt jedoch immer dieselbe. Wir machen unseres immer nur aus 3 Zutaten, der Einfachheit halber und weil wir es minimalistisch halten wollen. Für uns passt das gut, wer jedoch gerne ein wenig ausprobiert, kann das Rezept nach Belieben verändern, solange die beiden Grundzutaten enthalten sind.

Warum nicht einfach ein normales, gekauftes Deo verwenden?

Es herrscht viel Unwissenheit darüber, was genau in unseren Lieblingsprodukten enthalten ist. Das eine Deo enthält gesundheitsschädliche Aluminiumsalze, die unsere Poren verstopfen und das nächste krebserregende Parabene, welche eine konservierende Wirkung haben. Polyethylenglykole sind ebenfalls ein beliebter Zusatzstoff. Sie machen die Haut durchlässig, sodass die schädlichen Substanzen noch besser in unseren Körper eindringen können. Hautreizende und allergieauslösende Duftstoffe sind in nahezu allen Deodorants enthalten und nicht wegzudenken. Neben Parabenen wird auch Triclosan als Konservierungsstoff eingesetzt, der Bakterien antibiotikaresistent machen kann und somit die Vermehrung eher begünstigt.

Das Bundesamt für Risikobewertung warnt vor den meisten der oben genannten Stoffe und vor allem vor deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Leider gibt es hier keine rechtlichen Konsequenzen.

Naturkosmetik-Deodorant?

Grundsätzlich besser jedoch sind auch hier Stoffe enthalten, die es nicht braucht. Ein Beispiel wäre Citral, verwendet in Zitrusdeodorants oder auch Farnesol und Linalool. Alle drei werden als Duftstoff verwendet, Farnesol auch wegen seiner antibakteriellen Wirkung, jedoch können alle drei ebenfalls allergische Reaktionen auslösen. Palmöl wird in Naturkosmetikdeos gerne verwendet und meist sind die Firmen in dem Punkt nicht sehr transparent. Auch hier gibt es Verbesserungsbedarf! Zudem sind viele Menschen mit Naturkosmetikdeos nicht sehr zufrieden, da hier die Poren nicht verstopft werden und man unweigerlich irgendwann ein wenig unangenehm riecht.

Kokosöl Deo mit nur 3 Zutaten selbst gemacht – schnell und gesund

Deshalb machen wir unser Kokosöl Deo schon längere Zeit selbst aus folgenden 3 Zutaten

natürliches deo naturkosmetik

Das Kokosöl Deo wirkt super und man weiß, was man sich unter die Achseln schmiert, im Gegensatz zu gekauften Deodorants. Das Kokosöl wirkt hier durch die enthaltene Laurinsäure antibakteriell (ebenso das Natron) und entzündungshemmend. Zudem pflegt es die empfindliche Haut unter den Achseln nachhaltig und spendet Feuchtigkeit – wichtig, wenn man sich regelmäßig enthaart.

Natron ist basisch und Schweiß sauer. Durch die Zugabe von Natron wird der Schweiß neutralisiert, was sich auf den Geruch auswirkt.

Das Teebaumöl geben wir hinzu, da es bei starkem Schwitzen den Schweißgeruch durch seine antiseptische Wirkung unterbindet.

Optionale Zutaten

Ganz zu Beginn unserer Deoexperimente haben wir, weil es in vielen Rezepten verwendet wird, noch Pfeilwurzmehl (Bezugsquelle) hinzugegeben. Hauptsächlich wird es verwendet, um den Schweiß an sich zu unterbinden und der Konsistenz wegen. Kann man machen, wir benutzen es nicht mehr, da es die Poren verstopft. Wer es hinzugeben möchte, kann einen EL Kokosöl mehr und zusätzlich 1 EL Pfeilwurzmehl untermischen.

Wer es gerne cremig mag, kann zusätzlich noch 1 EL Sheabutter (Bezugsquelle – im Glas, ohne Plastik!) hinzufügen, ohne an den restlichen Zutaten etwas zu verändern, was den pflegenden Effekt noch erhöht. Ebenso verhält es sich mit Aloe vera Gel. Die frische Pflanze längs aufschneiden und 1 EL frisches Gel zugeben – hier eventuell, je nach Konsistenz noch etwas mehr Kokosöl. Einfach ausprobieren!

Ein tolles Ergebnis, was die Konsistenz angeht, erhältst du mit Carnaubawachs (Carnaubawachs Bezugsquelle – vegan). Wir haben es bisher nur 1 Mal verwendet, waren aber begeistert. Vor allem, wenn man in warmen Gebieten unterwegs ist, bleibt das Deo fest. Kokosöl schmilzt bereits bei relativ geringen Temperaturen, doch durch das Carnaubawachs erhöht sich der Schmelzpunkt! Hier nicht zu viel dazugeben, da die Creme sonst zu fest wird. Leider können wir hier keine genaue Angabe machen (die Aktion war spontan), wollten es aber trotzdem erwähnen.

Statt Teebaumöl kannst du auch Lavendelöl oder ein anderes ätherisches Öl deiner Wahl verwenden. Lavendelöl mag ich persönlich sehr gerne und nehme es manchmal statt dem Teebaumöl – welches allerdings eine stärkere antibakterielle Wirkung hat. Gerade bei der Umstellung auf selbst gemachtes Deo ein wichtiger Punkt. Bitte auch unbedingt die Anwendungshinweise beachten, vor allem wenn kleine Kinder im Haushalt leben!

Veganes Kokosöl Deo – Herstellung

  1. Zuerst werden alle festen Bestandteile sanft geschmolzen. Das Kokosöl und wenn du Carnaubawachs und/oder Sheabutter verwendest, diese ebenso.
  2. Alles, was uns in pulveriger Form vorliegt, wird währendessen zusammengemischt. Wenn man nur Natron verwendet bleibt dieser Schritt aus.
  3. Wenn die festen Teile flüssig sind (in unserem Fall nur das Kokosöl), das Pulver(-gemisch) dazugeben und gut verrühren, achte darauf, dass keine Klümpchen entstehen!
  4. Nach 5-10 Minuten Abkühlzeit das ätherische Öl untermischen – abfüllen – fertig!

Wir rühren während das Kokosöl Deo abkühlt immer mal wieder um, damit sich das Natron nicht absetzt. Abgefüllt wird es bei uns in ein kleines Schraubglas, man kann aber auch jedes andere hitzebeständige Gefäß verwenden. Wenn du ein wenig mit den Zutaten herumprobierst, kannst du die Mischung jederzeit wieder verflüssigen, um die Konsistenz zu verändern 🙂

Wenn man gerade dabei ist, auf selbst gemachte oder Naturkosmetik umzusteigen, kann es sein, dass es eine Weile dauert, bis sich der Körper daran gewöhnt hat. Ebenfalls spielt es eine Rolle, ob man noch Reste von konventionellem Deo in der Kleidung sitzen hat. Beides in Kombination kann etwas hinderlich sein, doch sollte kein Problem darstellen. Es verhält sich wie mit allem, wenn man seine Gewohnheiten umstellt – es dauert seine Zeit, am Ende haben wir allerdings mehr davon!

Dieses Deo ist kein Antitranspirant, hemmt aber trotzdem leicht die Schweißbildung, dafür ist es aber absolut verträglich und gesund. Wir wollen unseren Körper nicht am Schwitzen hindern, gleicht er doch so die Temperatur aus und hilft unserem Körper damit sich selbst zu regulieren. Wenn du trotzdem ein Antitranspirant haben möchtest, verwende statt Teebaumöl einfach Limetten- oder Salbeiöl (Bezugsquelle) oder gib Pfeilwurzmehl hinzu. Wir haben dieses Deo in der einfachsten Variante in Asien verwendet, während wir unsere Kinder durch die Hitze getragen haben. Den deutschen Hochsommer hat es auch schon mitgemacht – gewirkt hat es immer 🙂

Alles Liebe und viel Spaß beim Ausprobieren <3

Eure Ökofamilie

Quellen: Hirschel Kosmetik Lexikon
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Comments

Kommentare

2 Kommentare

  1. So meine Liebe 😉
    Wir werden nun zum dritten Mal das Deo nach eurem Rezept herstellen. Wir fahren mega gut damit 🙂 Allerdings ist es mittlerweile so warm, dass das Deo beinah in den Kühlschrank muss. Also habe ich heute ein Glas Sheabutter organisiert. Bin gespannt wie das wird, habe ja noch nie so etwas verwendet und ob ich unbedingt Carnaubawachs unter den Achseln mag, weiss ich nicht 😛 ich bin nicht so der Fan davon.
    Ich werde berichten

    Allerliebste Grüße <3

  2. Huhu, ich benutze auch seit Wochen ein Kokosöldeo und werde nie wieder etwas anderes verwenden. So eine gute und wirksame Waffe gegen Schweißgeruch. Keine Flecken auf der Kleidung, keine Beschwerden. Ich lasse euch sommerliche Grüße da!

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