Selbstbetreuung oder Kindergarten ? Warum unsere Kinder zu Hause bleiben

Selbstbetreuung ? Unsere Kinder gehen nicht in den Kindergarten, Krippe oder ähnliche Einrichtungen. Nein, wir betreuen sie selbst bei uns zu Hause. Warum wir das machen und welche Ziele wir verfolgen will ich euch hier erklären.

Selbstbetreuung oder Fremdbetreuung?

Für mich war schon immer klar, dass meine Kinder bei mir bleiben und ich sie nicht in eine Einrichtung stecken möchte. Nicht weil ich es generell ablehne oder weil ich meinen Kindern etwas vorenthalten will. Ich habe Kinder bekommen weil ich sie will und ich will sie auch bei mir haben. Ich will selbst sehen welche Fortschritte sie machen, das Erlebte und die Freude mit ihnen teilen! Ich will keinen Bericht von einer mir fremden Person, die mir dann erklärt wie toll meine Kinder dieses und jenes gemeistert haben. Ich will es selbst miterleben und sehen. Ich will die Bezugsperson sein. Sie sollen wissen, dass ich immer da bin und sie jederzeit mit allem zu mir kommen können. Ich will nicht, dass sie sich hinter 5 anderen Kindern anstellen müssen um etwas erzählen zu dürfen. Meine Kinder müssen ihren Platz in einer Gruppe nicht erst finden – sie haben bereits einen. Sie leben nicht in einer extra für Kinder geschaffenen Welt, sie dürfen den ganz normalen Alltag miterleben. Ich will meine Kinder auch nicht lediglich Abends ins Bett bringen um sie morgens wieder wecken zu müssen. Ich habe keine Lust auf den morgendlichen Stress und will meinen Tag so planen wie ich es gerne hätte – mit meinen Kindern. Ich will meine Kinder zu nichts zwingen, nur weil die Gesellschaft Kinder gerne in Kindergärten sieht. Ich will gemeinsam mit ihnen die Welt entdecken, gemeinsam mit ihnen lernen und staunen.

Versteht mich nicht falsch. Es gibt bestimmt Familien die darauf angewiesen sind und ihre Kinder weggeben müssen, auch wenn es nicht unbedingt das ist was gewollt wird. Wir verzichten auf so manchen Luxus, aber dafür habe ich meine wundervollen Kinder jederzeit an meiner Seite und kann zusehen wie sie größer werden. Ich kann ihnen alles beibringen und auf ihre speziellen Wünsche eingehen. Und das macht so viel Spaß! Das möchte ich nicht missen müssen.

Mit diversen Argumenten und Fragen wie „Du kannst deinem Kind doch nicht den Kindergarten vorenthalten“, „wo soll es denn Freunde finden?“ oder „wie soll es soziales Verhalten lernen?“ und „daheim lernt das Kind doch nichts!“, hat man ständig zu kämpfen. Andere Kinder trifft man in der Nachbarschaft und auf dem Spielplatz. Meist hat man auch einen Freundeskreis in dem es andere Kinder gibt. Sorgen um das Sozialverhalten muss man sich also nicht machen. Freunde finden Kinder überall, auf besagtem Spielplatz, im Freundeskreis, im Turnverein oder bei sonstigen Aktivitäten. Kindern fällt es um einiges leichter Freundschaften zu schließen, sie haben noch keine Vorurteile wie wir sie haben! Sie legen einfach los und der Rest wird schon irgendwie – für gewöhnlich klappt das ganz gut 🙂 Wie groß der Lerneffekt im Kindergarten ist, ist auch fraglich. Mein Sohn hat aus seinen 2 Monaten Kindergarten abgesehen von einem Stück angeknabberter Salami (er ist strikter Veganer), leider nichts mitnehmen können, außer der Tatsache dass er da nie wieder hin möchte. Zu Hause kann ich ihn so fördern wie er es braucht und will. Er muss sich an nichts beteiligen worauf er keine Lust hat, nur weil alle das machen. Er darf sich aussuchen was er machen möchte und was er lernen möchte. Zu Hause kann ein Kind in aller Ruhe seinen Interessen nachgehen, ohne Lärm, ohne Stress und ohne festen Zeitplan. In einem überfüllten Raum geht die Konzentration irgendwann verloren, weil die Ablenkungen einfach zu groß sind. Außerdem kann man seinem Kind spezielle Themen dann näher bringen, wenn das Interesse da ist und man selbst das Gefühl hat das Kind ist soweit. Im Kindergarten werden die Kinder mit Dingen konfrontiert wovon sie vielleicht noch gar keine Vorstellung, geschweige denn einen Bezug dazu haben, weil sie einfach noch nicht bereit dafür sind. Zu Hause lernt ein Kind Verantwortung zu übernehmen, es hat vielleicht sogar eigene feste Aufgaben. Man macht die Dinge gemeinsam und die Kinder bekommen so wichtige Einblicke in den Alltag, welche sie für sich selbst nutzen können. Das Kind ist Teil der Familie und so stärkt es auch die Bindung und das Vertrauen untereinander.

Es ist so, dass wir einen Haufen gleichaltriger Kinder miteinander in einen Raum stecken und erwarten, dass sie sich optimal entwickeln. Da wir Menschen uns aber stets anpassen, orientieren sich die Kinder nun an den Gleichaltrigen, da diese im Kindergarten die breite Masse darstellen. So schauen sie sich  die Dinge untereinander ab und ahmen andere Kinder nach. An sich nichts schlechtes, doch der Bezug zu den Erwachsenen geht verloren. Dabei ist es von Natur aus so eingerichtet, dass man sich an älteren orientiert. Was wären oder werden wir für eine Gesellschaft, die sich immer nur an jene hält, welche genauso unerfahren sind wie sie selbst? Kinder lernen sich an anderen Kindern zu orientieren. So ist es nicht wichtig was die Eltern sagen, wenn der Freund oder die Freundin etwas anderes behauptet. Das geht so weiter bis ins Schulalter, wo die Kinder bekannterweise stets gegen die Lehrer und spätestens in der Pubertät gegen die Eltern rebellieren. Die wenigen Ausnahmen sind diejenigen die von Haus aus alles bekommen haben was sie brauchen.

Selbstbetreuung Fremdbetreuung Kindergarten

Die Selbstbetreuung hat also viele Vorteile gegenüber der Fremdbetreuung. Ein für mich sehr wichtiger Punkt ist dabei auch das Geborgenheitsgefühl. Meine Kinder sollen sich jederzeit geliebt und angenommen fühlen. Ein Kind kann eine tolle Beziehung zu seiner Erzieherin haben, die Bindung wird aber nie so stark sein wie die zur Mutter oder der jeweiligen Bezugsperson. Wenn es sich im Kindergarten verletzt, möchte es getröstet werden und sich sicher fühlen können. Wenn die Lieblingserzieherin jetzt aber keine Zeit hat, ist das Kind auf sich allein gestellt. Es fühlt sich verlassen und das tut der kleinen Seele alles andere als gut. Das ist nur ein Beispiel, es gibt noch so viele mehr. Bei einem Betreuungsschlüssel von 1:25 (im schlimmsten Fall), ist es äußerst schwierig allen Kindern gerecht zu werden. Es funktioniert einfach nicht! Und darunter haben unsere Kinder enorm zu leiden.

Sie brauchen uns! Kinder brauchen ihre Eltern, ihre Familie. Und wenn Selbstbetreuung nicht möglich zu sein scheint, gibt es immernoch Tagesmütter, oder wendet euch an eure Familien. Solange wir mit überfüllten Kita’s zu kämpfen haben, muss es einfach die Alternative geben, sein Kind zu Hause lassen zu können. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Meine Kindergartenzeit war fürchterlich. Ich erinnere mich an viele Dinge und Situationen die ich keinem Kind wünsche. Dabei war der Kindergarten von außen betrachtet gar nicht schlecht und die Erzieherinnen vordergründig ganz nett. Vertrauen hatte ich keines und ich habe sehr oft sehr viel geweint. Als ich bei meinem Sohn dieselben Anzeichen gesehen habe, war sofort schluss und er ist mir sehr dankbar dafür. Ich habe ihn 2 Monate lang jeden morgen mit einem mulmigen Gefühl in den Kindergarten gebracht, in der Annahme es sei so wichtig für seine Entwicklung. Dass er sich zurückgezogen hat und lustloser wurde, habe ich erst gar nicht bemerkt. Erst als er eines Tages morgens so sehr geweint hat, dass es mir wirklich sehr tief ins Herz ging, habe ich verstanden dass das nicht so sein muss und sein kann.

Selbstbetreuung hin oder her, prinzipiell muss jeder wissen was für sein Kind am besten ist. In der Regel ist es aber nun einmal so, dass Kinder in einem vertrauten Rahmen, in dem sie sich geliebt fühlen, die meisten Fortschritte machen. Der Lerneffekt ist größer und der Spaß dabei ebenso. Vielleicht gibt es Kinder für die eine Betreuung außerhalb der Familie besser ist, kann sein. Für meine Kinder ist es das nicht. Und solange bleiben sie bei mir zu Hause, bis sie selbst den Wunsch äußern – oder auch nicht 🙂

Mehr zu lesen gibt es hier und hier.

 

 

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Kommentare

26 Kommentare

  1. Es ist schön zu lesen, das ich nicht alleine bin. Unser Sohn war 3 Jahre im Kindergarten. Von den 3 Jahren war er das letzte Jahr, fast nur noch zu Hause, weil er ständig krank war, keine Lust hatte, sich da nicht wohl fühlte und und und. Mitte letztem Jahr haben wir uns auch dazu entschlossen, das er nun bis zur Einschulung, zu Hause, bei mir bleibt. Nun fühlt er sich richtig wohl, wird gefördert, wie er es braucht und nicht wie es der Bildungsplan vorschreibt. Seit er zu Hause ist, macht er viel größere Fortschritte und wird nicht mehr krank. Das nächste Kind, bleibt von Anfang an zu Hause.

    • Es ist wirklich schön zu hören dass es noch andere gibt! Danke für deinen Kommentar. Wir müssen uns dringend alle miteinander verbinden um die vielen Missstände aufzuzeigen und vor allem um anderen Mut zu machen. Viele trauen sich einfach nicht sich dagegen zu stellen und zu sagen: Ich weiß was das beste für mein Kind ist.

  2. Daaaaaaaanke! Es geht mir genau so. Ab und zu tauchen ein paar Zweifel auf, aber es fühlt sich für mich einfach richtig an. Und ja, gerade das Geborgenheit geben und das Eingehen auf die Interessen meines Bubis (2 1/2) finde ich so wichtig. Liebe Grüße. Aniela

    • Das ist es auch, leider wird das aber von vielen Leuten anders gesehen. Man kennt es eben so und keiner tut so wirklich etwas dagegen. ich habe viele Mamas kennengelernt, die ihre Kinder lieber zu Hause hätten aber aufgrund des gesellschaftlichen Drucks einfach nachgeben.

      • Abgesehen von dem gesellschaftlichen Druck ist es leider bei vielen der finanzielle. Nicht alle haben einen Mann det alle durchbringen kann mit seinem Gehalt. Wir können es auch nur mit einem Zweitjob meines Mannes realiseren und das bedeutet natürlich eine Belastung bei der man schon abwägt. ALGII ist für uns keine Option. Also holen wir uns die Zuschüsse die möglich sind aber die gibt es nur eine kurze Zeit. Wie macht ihr es alle? Seit uhr in Elternzeit gemeldet bei eurem Arbeitgeber oder selbständig? Oder gibt es noch andere Lebensformen? Interessiert mich.

  3. Danke für den Beitrag, toll! Auch eure Seite. Wir folgen euch gerne. Liebe Grüße, Evelin von http://freeyourfamily.net

  4. Wow..Danke für den tollen Text der mir absolut aus der Seele spricht.
    Unsere Große ist jetzt 3 1/4 und wird immernoch auschließlich von mir betreut. Seit 13 Monaten teilt sie mich allerdings mit der kleinen Schwester. Ab Juli wird sie allerding eine Kita besuchen. NATUR/Waldkita. Privater Träger. Essen frisch gekocht /Bio zur Privatschule gehörend. Sie will das aber auch und freut sich schon sehr. Genau das ist aber auch der Punkt. Sie kann es mir sagen was sie will und was nicht. Sie kann dort in der Kita klar kommunizieren was sie will und was nicht. Das beruhigt mich. Denn einerseits weiß ich, wird sie mir nach dann 3,5 Jahren fehlen, aber anderseits weiß ich, wird es ihr gut tun mit anderen Kindern im Wald rumzurennen und „ihr ding“ zu machen. Wenn nicht, okay, dann darf sie auch zu Hause bleiben. Versuchen werden wir es trotzdem…einfach weil wir alle das wollen. Und ehrlich gesagt, freue ich mich auch auf ein paar Stunden nur mit der Kleinen. Die würde nämlich auch mal von ner 1:1 Betreuung profitieren…;-)

    • Hallo liebe Kathi 🙂
      Das ist doch super wenn sich deine Kleine freut 🙂 Wenn mein Großer es wollen würde und es ihm Freude bereiten würde, hätte ich natürlich nichts gegen den Kindergarten. Im Gegenteil – manchmal wäre ein bisschen Zeit für ich schon ganz gut, ich finde es aber auch schön meine Kinder immer um mich zu haben. Ich bin gespannt wie es mit der Minimaus wird. Die liebt andere Kinder total und ich könnte mir vorstellen, dass sie dort Spaß hat, allerdings könnte sie mit ihrem Dickkopf auch ein wenig anecken. Wir werden sehen 😀
      Liebe Grüße
      Nadine

  5. Hallo! Ich habe den Artikel gespannt gelesen und nun ein paar Fragen wie ihr das macht. Über das Thema Kindergarten zerbreche ich mir schon lange den Kopf. Wie ist es mit eurer Arbeit? Dafür trotzdem Zeit zu finden finde ich mit Kleinkind sehr schwer. Und bis spät in die Nacht zu arbeiten schlaucht schon sehr. Da ich erst ein Kind habe finde ich auch dass es gerne mehr Kontakt zu anderen Kinder hätte. Klar trifft man hier und dort jemanden, aber trotzdem nur zufällig und nicht regelmäßig genug um eine Freundschaft aufzubauen. Ich genieße die Zeit mit meinem 1,5 Jahre alten Kind wirklich sehr und auch dass ich gegen die Regel (wie es hier geläufig ist) warten werde bis sie 2 Jahre alt ist mit dem Kindergarten, aber langsam zehrt es doch sehr an Kraft, Geduld und Nerven. Jedoch macht mich der Gedanke wie oben beschrieben, sein Kind nur noch zum ins Bett bringen zu sehen, sehr traurig. Jedoch ganz auf KiGa zu verzichten – kann ich mir auch nicht vorstellen. Liebe Grüße

    • Hallo liebe Sina,
      wir verzichten auf ein paar Dinge, bzw benötigen vieles auch nicht. Mein Mann arbeitet und ich bin mit unseren Kindern zu Hause. Dass einem da die Decke auf den Kopf fallen kann, stimmt ja. Aber nur wenn man nicht für genügend Ausgleich und Abwechslung sorgt. Man braucht ein Netzwerk, jemandem bei dem man sein Kind guten Gewissens abgeben kann. Zugegeben haben wir kein besonders großes Netzwerk und kaum Hilfe mit unseren Kindern. Lediglich genügend Kontakt zu anderen, aber das ist völlig ok für uns! Wir leiden nicht darunter, zumal wir sehen wie gut es unseren Kindern bei uns geht 🙂 Du kannst dich ja einmal in den kindergartenfrei Facebookgruppen umsehen, evetuell finden sich da Gleichgesinnte in deiner Nähe.
      Ganz liebe Grüße
      Nadine

  6. Liebe Nadine, vielen Dank für den Artikel 🙂 Mein kleiner Sohn hat schon mit zwei gesagt, er geht mal nicht in die Schule und auch nicht in den Kindergarten. Mit drei habe ich ihm dann trotzdem einen Waldkindergarten gezeigt. Nach heutiger Erfahrung hätte ich ihm allerdings vertrauen sollen, dass ihm ganz klar ist was gut für ihn ist. Ich dachte er kennt ja keine Kindergärten, da er mein erstes Kind ist. Nach einigen Tagen (ich war immer dabei) hat er sich mit gerade drei abgemeldet. Er hat zur Kindergärtnerin gesagt, ich komme nicht mehr, hier gefällt es mir nicht. Natürlich bleibt er jetzt bei mir, wenn ihm der Kindergarten nicht gefällt. Ich bin sehr froh, dass ich übers Internet Gleichgesinnte finde, da dies in meiner direkten Umgebung nicht der Fall war. Wir haben uns übrigens auf dem Treffen in Berlin gesehen, aber da kannte ich deine Internetseite noch nicht 🙂 Alles liebe Anne

    • Hallo liebe Anne 🙂
      uns ging es da ja ähnlich. Man will es einfach nicht unversucht lassen, allein schon weil man seinem Kind ja nichts vorenthalten möchte. Aus heutiger Sicht hätte ich wohl besser auch gleich auf meinen Sohn gehört. Leider vegessen viele, dass Kinder ein tolles Gespür für die Dinge haben und so werden sie einfach übergangen :/ Wir haben hier auch niemaden in der Nähe, bzw. es gibt eine Familie, aber irgendwie kam es noch nie zu einem Treffen, leider. Wer warst du denn genau 😀 ?
      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  7. Pingback: Kindergartenfrei - Selbstbetreuung - Interview mit Isa Hauck - Ökofamilie

  8. Dein Artikel spricht mir aus der Seele.
    Ich möchte meine 10 Monate alte Tochter auch selbstbetreuen. Da mein Mann „nur“ ein Durchschnittsgehalt hat kann ich ihm aber nicht zumuten allein für uns zu sorgen. Also werde ich Tagesmutter werden.
    Im Juli läuft mein Elterngeld aus und der Kurs startet erst im September.
    Kann ich trotzdem Alg1 beziehen?
    Es heisst doch eigentlich, das man nur Alg1 wenn die Betreuung sicher gestellt ist, da man dem Arbeitsmarkt sonst nicht zur Verfügung steht…
    Kann mir da jemand helfen?

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Inga,
      ich selbst kenne mich da ehrlich gesagt nicht aus. Wir kommen mit einem Gehalt aus und
      haben uns eben ein bisschen eingeschränkt 🙂 Es geht alles wenn man will. Bei dir wären
      es ja nur ein paar Monate, meinst du du könntest das überbrücken? Ansonsten müsstest du
      dich einfach mal unverbindlich beim Arbeitsamt erkundigen 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

    • Frag nach die können dir das ja sagen.
      Aber ich möchte dich ermutigen DEIN Kind bei dir zu behalten.
      Ich habe eine 2 mal bereut uns erst beim dritten kapiert was wirklich wichtig ist.
      Fremdbetreuung heißt auch immer das dein Kind sich seine Vorbilder in den Bezugsperson en der Kita suchen muss sprich da Verhalten vorgelegt bekommt oder Meinungen oder oder oder die nicht sehr gut sind.
      Ich bin selbst Erzieherin und eine gute Freundin sagte mal zu mir
      Du gibst dein Kind ab bezahlst dafür und gehst anderer Leute Kinder betreuen um dafür Geld zu bekommen mit dem die dann wieder andere Leute bezahlst auf sein Kind aufzufassen
      Paradox und verrückt

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  10. Hallo und danke für deine klaren Worte
    Ich bin zufällig auf deinen Artikel gestoßen und freue mich das du es so klar ausspricht.
    Ich habe jetzt ca r Jahre gebraucht das was ich wirklich will und meine durchzusetzen in meinem eigenen Kopf.
    Wir haben den Großen immer wieder woanders reingesteckt weil ich dachte es tut ihm gut und er braucht die Kinder
    Nun ist Waldkiga fühlt er sich sehr zu Hause und gut aber ich merke wie auch da Sachen insgesamt nicht richtig laufen.
    Am Ende des Jahres habe ich wieder alle zu Hause und ich genieße jetzt schon die freien Tage mit meinen Jungs. Und da wir versuchen Freilerner zu werden hoffe ich auf noch viele Jahre gemeinsam.
    Auch Geschwistern gegenüber ist es nicht fair sie Stunden am Tag zu trennen.

    • Nadine Wiedmann

      Hallo liebe Madlen 🙂
      Wir mussten auch erst einmal die Erfahrung machen, beovor wir wirklich verstanden haben was wichtig ist 🙂
      Es ist wirklich nicht fair, vor allem wenn die Kinder explizit zusammen bleiben wollen.
      Ganz liebe Grüße,
      Nadine

  11. Pingback: Kindergartenfrei eine Frage des Geldes? Oder wie macht man das?

  12. Hallo ihr Lieben, bin zufällig auf deinen Artikel gestoßen und spricht mir sehr aus der Seele allerdings hält mich irgendwas noch davon ab es durch zu setzen, dazu muss man wissen ich habe 2 Kinder und beschlossen ein Kahr vor dem Kigapflichtjahr schon damit anzufangenKund nr1 einzugewöhnen … leider fühlte es sich nie wirklich wohl und weinte nur sein Wesen veränderte sich total von fröhlich und offen auf traurig und in sich gekehrt mittlweile geht unser erstes Kind in de Schule und bei Kind zwei fängt dies auch so an das Wesen verändert sich und es weigert sich dezent in den Kiga zu gehen das bereitet mir große Sorgen allerdings ist mein Mann der Vertreter des was muss das muss Systems und ich stehe eher alleine da mit der Meinung von elterlicher betreuung obwohl ich zu Hause bin bei den Kids nun weiß ich nicht was ich tun soll !

    Ps: Schulzeit betreut ihr auch selbst? od nur Kiga?

  13. Hallo,
    ich lese gerade alles, was ich über kindergartenfrei so finden kann. Denn nach etwas mehr als einem Jahr altersgemischter Kindergarten, sind wir am überlegen, ob es wirklich das Richtige für unsere Tochter ist. Dazu muss ich sagen, wir haben von Anfang an windelfrei praktiziert (was in der Einrichtung zunächst auch zu Problemen mit den Erziehern führte), leben bedürfnisorientiert und weitestgehend unerzogen. Und da beginnt er schon, der Widerspruch….
    Unsere Situation ist folgende: Unsere Tochter geht seit sie 15 Monate alt ist in eine altersgemischte (KInder von 1-10Jahren) Einrichtung mit offenem Konzept.
    Ich muss zugeben, dass wir uns über die Möglichkeit, unsere Tochter einfach zu Hause zu lassen, überhaupt keine Gedanken gemacht haben. Mittlerweile weis ich auch nicht, wieso. Der Grund dafür war wohl, weil alle unserer Freunde mit Kindern, ihre Kinder eben auch in einer Krabbelstube oder Kinderhaus gegeben haben. Also sind wir einfach blind der ‚Herde‘ gefolgt.
    Wir haben uns mehrere Einrichtungen angesehen und uns für diese offene und altersgemischte Konzept entschieden und dort auch tatsächlich einen Platz bekommen.
    Die Eingewöhnung dauerte lange, aber erst mal soweit ok.
    Jetzt geht unsere Tochter seit ca 1 Jahr und ein paar Monaten dorthin und bis auf ein paar wenige Wochen, gibt es keinen Abschied morgens, der nicht ohne Tränen abläuft. Mir bricht es das Herz. Die Erzieher, die ich bisher eigentlich sehr mochte, sagen mir, ihr geht es gut, sobald ich weg bin und der Kern des Problems bin einfach ich, die kein gutes Abschieds-Ritual für meine Tochter gefunden hat.
    Puh, das arbeitete ziemlich lange in mir und ich machte mir Vorwürfe.
    Jetzt haben wir uns entschlossen, unseren Platz zu kündigen, fragt mich bitte nicht, wieso wir so lange dafür gebraucht haben. Ich kann es selbst nicht sagen.
    Komischerweise ist das morgendliche Abgeben unserer Tochter, seitdem wir diese Entscheidung getroffen haben überhaupt kein Problem mehr. ( Es ändert nichts an unserer Entscheidung), aber natürlich frage ich mich trotzdem, lag es einfach an mir?

    Helene

    • Hallo Helene,

      deine Tochter weiß nun, dass sie von dir gehört wurde! Sie spürt was los ist, wenn sie es nicht bereits weiß 🙂
      So ist es kein Problem mehr für sie, wenn sie sich nun sicher sein kann, dass sie von ihren Eltern ernst genommen wird. Jetzt übergehst du sie nicht mehr und sie kann sich auf dich verlassen. Es lag ganz sicher nicht an dir, wobei die eigene Unsicherheit natürlich auch eine Rolle spielt. Es ist tatsächlich so, dass Kinder anfangen zu resignieren, wenn man ihre Gefühle lange Zeit ignoriert. Bei uns war es ein paar Wochen so ziemlich dasselbe, bis ich angefangen über dieses unmenschliche Verhalten nachzudenken. Besser später als nie! Schön, dass ihr zueinander gefunden habt und eurer Tochter ermöglicht zu Hause aufzuwachsen. Aber mach dir selbst keine Vorwürfe, du warst sicher nicht der Grund. Es ist einfach nur so, wenn man selbst unsicher ist, ob es die richtige Entscheidung ist, wissen das unsere Kinder instinktiv 🙂

      Alles Liebe auf eurem weiteren Weg,
      Nadine

  14. Hallo meine Guten ich hätte mal ne Frage habe vor kurzem auch meine Tochter aus der Kita genommen wegen einigen Gründen habe aber momentan nur Alg2 sowie mein Mann und das Amt sagt mir ich hätte dann kein Anspruch mehr auf Geld egal von welcher Seite wisst ihr wie ich mich da jetzt weiter verhalten kann?

    • Hallo 🙂

      soweit ich weiß, hast du das Recht, dein Kind bis zum 6. Lebensjahr zu Hause zu betreuen! Kannst du eventuell einmal bei Facebook in der Gruppe „Kindergartenfrei“ nachsehen? Da sind ganz viele Mamas in derselben Situation und wissen da vielleicht etwas mehr als ich 😉

      Alles Liebe, Nadine

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